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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Signal: Region setzt auf Schiffsverkehr
Zwischenüberschrift:
Neue Hafengesellschaft für Osnabrück und Bohmte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Hafen Osnabrück und der Kanalhafen Leckermühle in Bohmte sind künftig ein Hafen mit zwei Standorten. Dass das nicht einfach nur die neue Sichtweise einer ansonsten unveränderten Sachlage ist, zeigt die gemeinsame Eisenbahn- und Hafengesellschaft. Die wird sich um die koordinierte Entwicklung und den Betrieb beider Standorte kümmern.
Dahinter stehe die gemeinsame, in Rat und Kreistag einstimmig beschlossene Position von Stadt und Landkreis: Wir brauchen beide Standorte. Stephan Rolfes. Vorstand für Verkehr bei den Stadtwerken Osnabrück, betrachtet die neue Gesellschaft als Klammer für die beiden Eigentümer der Hafenstandorte. Sie wird nicht nur entwickeln für Osnabrück zum Beispiel die Umschlaganlage (KLV-Anlage) und für Bohmte die Grundplanung für einen Hafen.
" Da laufen auch Leute in Orange herum", sagt Rolfes, Mitarbeiter also, die sich um die Gleisanlagen und andere technische Einrichtungen der Häfen kümmern. Gleichberechtigte Gesellschafter werden für die Stadt die Stadtwerke Osnabrück AG und für den Landkreis die VLO (Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück) sein.
An den Eigentumsverhältnissen der Häfen ändert sich dadurch nichts.
Der Osnabrücker Hafen gehört den Stadtwerken und damit der Stadt Osnabrück. Für den Standort Leckermühle wird derzeit eine Eigentumsgesellschaft gegründet. Der gehören die Gemeinden Bohmte, Ostercappeln und Bad Essen sowie der Landkreis Osnabrück an.
Der Bohmter Rat beschloss jetzt einstimmig, der Eigentumsgesellschaft beizutreten, Bad Essen entschied sich schon Mitte Juni einstimmig dafür.
Die Befürworter des Hafenausbaus in Osnabrück begrüßen die Entwicklung. Fritz Brickwedde, CDU-Ratsfraktionsvorsitzender, erinnerte an die Vorgeschichte: " Ursprünglich war Bohmte als Ersatz für den Osnabrücker Hafen gedacht." Dagegen habe seine Fraktion, Josef Thöle und Burkhard Jasper vorneweg, Front gemacht. Die Grünen schlossen sich an. Deren Fraktionschef Michael Hagedorn sieht die aktuelle Entwicklung ebenfalls positiv: " Wenn zwei Standorte Sinn machen, dann mit Bohmte als Ergänzung zum Stadthafen und in einer gemeinsamen Gesellschaft." Die Stadtwerke brächten hier als Hafenbetreiber das notwendige Know-how ein.
Josef Thöle hebt die gemeinsame Beschlusslage von Stadt und Landkreis hervor. Sie sei die Grundlage für alle Aktivitäten: " Dazu gehört insbesondere der notwendige Ausbau des Stichkanals inklusive der Schleusen.
Das sehen auch die in Osnabrück am Hafen ansässigen Unternehmen so. " Dem zeitgemäßen Ausbau des Stichkanals aus Sicht der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe kommt eine wesentliche Bedeutung zu", sagte zum Beispiel kürzlich Knut J. Schemme, Geschäftsführer der Rohstoff Recycling Osnabrück GmbH (RRO), bei einem Ortstermin mit Verkehrspolitikern.
Gutachter ermittelten vor über zehn Jahren, dass 3700 Arbeitsplätze in der Region direkt oder indirekt mit dem Hafen verbunden sind. Im Wesentlichen werden Schrott, Schüttgüter, Mineralöl und Zellstoff umgeschlagen. 450 000 Tonnen werden pro Jahr auf dem Wasserweg an- oder abtransportiert.
Bund und Land waren bisher skeptisch, 120 Millionen Euro in die Modernisierung der Stichkanal-Schleusen zu investieren, weil in der Region Osnabrück in der Hafendebatte keine abgestimmten Entwicklungen zu erkennen waren.
Die neue Eisenbahn- und Hafengesellschaft ist deshalb auch das Signal in Richtung Hannover und Berlin: Die Region setzt aus Erfahrung auf den Wasserweg.

Bildergalerie
auf www.noz.de

Bildtext:

Eine Gesellschaft soll sich künftig um den Betrieb der Häfen in Bohmte und Osnabrück kümmern.

Foto:

Michael Hehmann
Autor:
Michael Schwager


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