User Online: 1 | Timeout: 22:00Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadtwerke bringen Energiewende nicht voran
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu den Artikeln Bis 2018 grüner Strom für alle Haushalte″ (Ausgabe vom 7. Juli) und Stadtwerke steigen in Krefeld aus″ (Ausgabe vom 6. Juli).
Im Artikel Bis 2018 grüner Strom für alle Haushalte′ wird zwar umfangreich über die zukünftigen Investitionsabsichten der Stadtwerke im Bereich der erneuerbaren Energien berichtet, aber nicht, dass die Stadtwerke Osnabrück heute schon über die Firma Trianel an einem im Bau befindlichen Kohlekraftwerk in Lünen beteiligt sind. Darüber hinaus beteiligen sich die Stadtwerke an einem weiteren ebenfalls im Bau befindlichen Kohlekraftwerk in Hamm im Rahmen von Gekko′, einer Investitionsinitiative von RWE, die sich auf diese Weise ihr Kraftwerk von mehreren Stadtwerken kofinanzieren lassen. Dieses KKW ist leider auch in dem Artikel Stadtwerke steigen in Krefeld aus′ [...] unter den Tisch gefallen. Geschätzter Investitionsumfang der beiden Kohlekraftwerks-Anteile: circa 80 Millionen Euro. Wie wir immer wieder hören, ist es die erklärte Strategie unserer Stadtwerke, ab jetzt in die postfossile′ Phase einzutreten und massiv nur noch in erneuerbare Energien zu investieren. Die beiden Steinkohle-Kraftwerke von Hamm und Lünen sagen jedoch das Gegenteil: Diese Kraftwerke werden voraussichtlich die nächsten 40 Jahre lang nicht nur allerlei Schadstoffe und besonders Kohlenstoffdioxid (CO 2 ) ausstoßen und unser Klima gefährden, sondern sie werden auch die Netze verstopfen, wo in Zukunft vermehrt Wind- und Sonnenstrom durch unsere Leitungen fließen sollen. Trotz aufwendiger PR-Aktionen der Stadtwerke wie Kompetenz Umwelt Klima′ (KUK): Man muss keine Stromfachfrau sein, um zu verstehen: So bringen unsere Stadtwerke die Energiewende nicht voran. Wenn sie sich aber nicht nur aus den Kraftwerksplänen in Krefeld, sondern auch aus den Kohleprojekten in Hamm und Lünen zurückziehen und stattdessen tatsächlich massiv in die Erneuerbaren investieren und damit Geld verdienen, dann hat eines Tages die postfossile Phase wirklich begonnen.″
Autor:
Dr. Renate Vestner-Heise


Anfang der Liste Ende der Liste