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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stau im Dütestollen – Land unter in Oesede
Zwischenüberschrift:
Der Klimawandel lässt weitere Jahrhunderthochwasser wie das im August 2010 wahrscheinlicher werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Georgsmarienhütte. So ein Hochwasser hat Oesede noch nicht erlebt: Am 27. August 2010 staute sich die Düte nach extremen Regenfällen oberhalb des Stahlwerks auf. Von der B 51 bis zur Möbelfabrik Wiemann stand alles unter Wasser. Besonders hart traf es die Anwohner der Eisenbahnstraße.
An der Kläranlage in Malbergen wurden 139, 9 Millimeter Niederschlag in 48 Stunden gemessen so viel, wie sonst in zwei Monaten. Das Landesamt für Wasserwirtschaft sprach von einem 200-jährigen Regenereignis″. In der Siedlung entlang der Eisenbahnstraße versanken die Häuser im Wasser. Nicht nur Keller liefen voll, auch in die Erdgeschosse drang die braune Flut vor. Einige Häuser waren nur noch mit dem Schlauchboot zu erreichen. Über die Sachschäden in privaten Haushalten gibt es keine Zahlen, weil die Betroffenen mit ihrer jeweiligen Versicherung abgerechnet haben. Allein in Oesede dürften die Summen im zweistelligen Millionenbereich liegen.
Dazu kommen die gewerblichen Ausfälle. Am Kreisel setzte die Düte die Supermärkte unter Wasser. Besonders betroffen war die Möbelfabrik Wiemann. Von drei Seiten drückte die Flut in die Fertigungshallen. Die Maschinen standen teilweise unter Wasser″, berichtet Geschäftsführer Markus Wiemann, am schlimmsten traf es die Vorfertigung. Rund 150 Elektromotoren habe man austauschen müssen. Dazu kamen die Produktionsausfälle. Wiemann spricht von einer Schadenssumme im siebenstelligen Bereich″. Von der Versicherung sei nicht viel Hilfe gekommen: Zu 95 Prozent sind wir darauf sitzen geblieben″, resümiert der Geschäftsführer.
Die Fachleute sehen die Ursache für die Überschwemmungen vor allem in den extremen Niederschlägen. Meteorologen warnen, dass sich solche Regenereignisse durch den Klimawandel häufiger ereignen könnten. Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutzkonzept für Georgsmarienhütte gilt dem Düte stollen besondere Aufmerksamkeit.
Makaber erscheint ein Aspekt, der sich als Rückschluss aus dem Rückstau ergibt: Wäre das August-Hochwasser nicht durch den Dütestollen zurückgehalten worden, dann hätte die Welle flussabwärts in Sutthausen und Hellern wohl noch größeren Schaden angerichtet.

Bildtext:

An der Eisenbahnstraße in Oesede drang die Flut bis in die Erdgeschosse vor.

Foto:

Elvira Parton

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Autor:
rll


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