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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Felsenmacher vom Kajanaland
Zwischenüberschrift:
Portugiesischer Modellierkünstler gestaltet Landschaft im Zoo Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Noch ist Kajanaland, die neue Landschaft im Zoo Osnabrück, nicht ganz fertiggestellt. Trotzdem erkunden Tips und Taps, die beiden Braun-Eisbär-Mischlinge, schon seit einigen Tagen ihr neues Gehege. Der Mann, der dafür gesorgt hat, dass die künstlichen Felsen von Kajanaland aussehen wie ihre natürlichen Vorbilder, ist hingegen schon wieder abgereist.
Carlos Ferreira braucht nicht viel, um künstliche Natur zu schaffen. Ein paar Pinsel und Bürsten, einige Kellen und Fingerspitzengefühl. Im Zoo Osnabrück hat er die Felsen des Bärengeheges im Kajanaland gestaltet.
Sechs Wochen war Ferreira in Osnabrück, um die Wünsche der Architekten umzusetzen. Bei solchen Engagements sei er recht flexibel. Da reiche meist eine Vorlaufzeit von zwei Wochen. Bei den großen Projekten allerdings sei das anders. Als solche bezeichnet er jahrelange Arbeiten, wie er sie für die Disneyland-Freizeitparks in Paris, Hongkong, Los Angeles und Tokio erledigt hat. Bis zu zwei Jahre war er dort beschäftigt, gestaltete künstliche Seen, verzierte Kirchen und modellierte Disneyfiguren.
Der Mann ist eine echte Koryphäe″, sagt Lisa Simon, Sprecherin des Zoos. Deshalb ist er viel in der Welt unterwegs, der 54-jährige Portugiese, der mit seiner Frau in Frankreich lebt wenn er mal zu Hause ist. Zumindest bei der Arbeit sehen sich die beiden gelegentlich. Schon bei mehreren Projekten wirkten sie zusammen: Ferreira modellierte Fassaden und Figuren, seine Frau bemalte sie.
Ohnehin ist die Arbeit ein Familiengeschäft. Der Beruf ist meine Leidenschaft. Schon mein Vater hat ihn ausgeübt, und mein Bruder tut es ebenfalls″, erzählt Ferreira. Er arbeitet nicht nur in den Metropolen dieser Welt, sondern auch im Zoo Hannover, in Fulda und eben in Osnabrück. Dorthin würde er gerne einmal zurückkehren. Vielleicht schon im kommenden Jahr, wenn bis dahin die Finanzierung für die geplante Nordamerikalandschaft steht und falls Ferreira kein großes Projekt dazwischenkommt.
Für Tips und Taps fällt das Erkunden ihres Teils von Kajanaland bereits unter die Rubrik großes Projekt″. In ihrem neuen Gehege haben sie nun auf 1600 Quadratmetern etwa dreimal so viel Platz wie zuvor und den nutzten sie zunächst, um ihren Lebensraum zu erforschen. Das Männchen Taps freute sich besonders über den riesigen Baumstamm, den es für intensive Ganzkörpermassagen nutzt. Natürlich überprüften beide Bären auch die Grenzen ihres neuen Zuhauses. Schnell war klar: Durch den Gullydeckel geht es nicht weiter, und auch an der Felswand ist Schluss. Taps reckt sich dennoch immer wieder. Denn er wittert die Rentiere, die nebenan eingezogen sind. Doch die Felsen sind zu hoch da hilft alles Strecken nicht.
Der Zoo hat die alte Bärenanlage und das umliegende Gelände in den vergangenen neun Monaten für 2, 9 Millionen Euro in eine 1, 5 Hektar große nordische Tierwelt verwandelt. Ein bis zu sechs Meter hoher und 230 Meter langer Höhenpfad führt hindurch.

Bildtexte:

Bärendienst: Carlos Ferreira arbeitet an künstlichen Felsen im Kajanaland im Zoo Osnabrück. Auch wenn es auf dem Foto anders aussieht er war den Bären dabei nie so nahe, dass es hätte gefährlich werden können.

Foto: Hermann Pentermann

Raus aus der Höhle: Die Bären wagen sich erstmals in ihr neues Gehege.

Foto: Uwe Lewandowski

Bildergalerie
auf www.noz.de
Autor:
Michael Schiffbänker


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