User Online: 1 | Timeout: 21:11Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Huskys reißen drei Kaninchen
Zwischenüberschrift:
Hunde liefen frei und brachen Käfig auf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Tot aufgefunden im Garten wurde dieses Kaninchen. Es ist offensichtlich von den Hunden gerissen worden.

erbe Lotte. Es geschah vergangene Woche am Hohen Esch in Wersen: Eine Mutter kommt mit ihren Töchtern mittags nach Hause. Der erste Weg führt die Mädels sofort in den Garten, um nach den fünf Kaninchen zu sehen. Das kleinste ist gerade vier Wochen alt und in einem separaten Gehege untergebracht. Der Anblick des Kaninchen- und Freiluftstalls lässt sie Böses ahnen: Beide stehen offen, von den Kaninchen keine Spur. Keine Kampf-, aber Kratzspuren stellen sie am Stall fest.
Derweil bemerkt die Mutter, dass auf der Straße Leute stehen, sich spürbar Unruhe verbreitet. Sie erfährt, dass zwei Huskys, einer noch sehr jung, von einem Grundstück in der Nachbarschaft verschwunden sind. Gleichzeitig kommt im Rathaus die Meldung an, dass Anwohner den älteren Husky entdeckt und eingefangen haben. Das Jungtier wird im Garten des Nachbarn gefunden. Ulrich Zahn vom Ordnungsamt und Ortspolizist Hans Witpoth klingeln an der Haustür der Hundebesitzer, treffen aber niemanden an. Sie schieben den friedlichen Husky durch eine Zaunlücke und sichern die Öffnung.
Noch am selben Tag taucht eins der Kaninchen wieder auf. " Es ist das ängstlichste, aber auch schnellste, das sich unter einer Treppe versteckt hatte", berichtet die Mutter. Am Montag dieser Woche findet die 14-jährige Tochter eins der verschwundenen Kaninchen. Zwei Pfötchen ragen aus einem Sandhaufen, der Körper ist schon in Verwesung begriffen.
Den Besitzern der Huskies tue es sehr leid, was da passiert sei, berichtet die geschädigte Wersenerin. Sie haben den materiellen Schaden ersetzt, einen Teil des Zauns durch einen höheren und stabileren ersetzt und wollten die Hundeschule besuchen.
Die Mutter und ihre drei Töchter möchten niemandem schaden, aber Hundebesitzer oder jene, die es in Zukunft werden wollen, zum Nachdenken anregen. " Es ist wichtig, sich vorher Gedanken zu machen, welche Tiere man anschafft. Ob man sie auch wirklich artgerecht halten kann." Ulrich Zahn weist darauf hin, dass Hunde nicht ohne Aufsicht auf Straßen und Anlagen herumlaufen dürfen, damit die öffentliche Sicherheit gewährleistet ist. So steht es in Paragraf 5 des Landeshundegesetzes NRW. Außerdem seien sie " auf Verkehrsflächen und in Anlagen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile an der Leine zu führen".
Veronika Koch, Leiterin der Hundeschule in Wersen, betont: " Huskys sind Laufhunde. Wenn sie sich nicht ausgetobt haben, staut sich Aggressionspotenzial auf." Hinzu komme, dass diese Hundeart bei hohen Temperaturen unter ihrem dicken Fell leide.
Huskywelpen seien allerdings äußerst niedlich und würden wie alle Welpen gerne verwöhnt, leider auch manchmal und bedauerlicherweise von Fremden mit Leckerlis gelockt. " Aus den kleinen spendierten Leckerlis werden dann irgendwann lebendige Kaninchen oder Meerschweinchen".
Autor:
erbe


Anfang der Liste Ende der Liste