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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Großer Andrang, lange Wartezeit
Zwischenüberschrift:
Wer gestern ins Moskaubad wollte, musste viel Geduld mitbringen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Warteschlange zieht sich vom Eingang einmal um die Ecke bis zur Parkplatzauffahrt. Schwierig ist es auch, noch einen guten Platz für das Fahrrad
zu ergattern. Fotos: Malte Schlaack

Geschafft: Nach über 49 Minuten sind wir drinnen, und der Badetag kann endlich beginnen.
Osnabrück. Dienstagnachmittag, das Thermometer zeigt mehr als 30 Grad an. Arbeiten fällt bei solchen Temperaturen nicht leicht. Was liegt also näher, als dem Freibad einen Besuch abzustatten? Doch in unserer Redaktion haben sich zuletzt die Beschwerden gehäuft, dass es gerade beim Moskaubad bisweilen sehr, sehr lange dauert, bis man erst mal im Wasser ist. Grund genug, der Sache auf den Grund zu gehen.

Schon bei der Anfahrt wird schnell deutlich, dass Geduld gefragt sein wird. Rund um das Osnabrücker Traditionsbad stehen überall Fahrräder, einen Parkplatz bekommt man nur mit viel Geschick. Der nächste Blick geht auf die Menschenschlange, die sich vom Eingang einmal um die Ecke bis zur Parkplatzauffahrt erstreckt.

Manch einer dreht sofort wieder ab. " Da lege ich mich lieber in die Badewanne", lacht eine junge Frau, bevor sie verschwindet. Dabei ist die Stimmung in der Schlange gar nicht schlecht.

Im Schatten der Bäume lässt es sich einigermaßen aushalten. " Wir können es doch eh nicht ändern, und die Kinder wollen bei dem Wetter eben baden", sagt Carina Jacobi, die sich mit Sohn Philipp und Tochter Sophie gerade eingereiht hat.

Gegen die aufkommende Langeweile bekommen die Kleinen Kekse, die klassische Frage " Wann sind wir denn endlich drin?" wird mit " Gleich, gleich" schnell beantwortet.

Es geht aber auch anders. Schon von Weitem ist zu erkennen, dass sich vor allem viele junge Leute in Gruppen vorne an der Schlange vorbeischieben, um schneller ins kühle Nass zu kommen. Sie ernten allgemeines Kopfschütteln und werden vereinzelt auch zurückgewiesen.

Lara und Christina ist das ziemlich egal. Die beiden Schülerinnen warten brav in der Reihe und unterhalten sich über ihre Pferde und die nahenden Ferien. Es geht ja auch konstant vorwärts, nur eben eher gemächlich.

Nach genau 27 Minuten ist das Kassenhaus noch ungefähr zehn Meter entfernt. Hier wird die Stimmung zunehmend schlechter. Die Drängler gehen ziemlich dreist vor und lassen sich auch von Mahnungen nicht wirklich abschrecken. Das Personal des Moskaubades hat die Situation erkannt und neben den beiden Hauptkassen auch die Kasse im Hallenbad geöffnet.

Darüber hinaus steht Badleiterin Sonja Koslowski mit einem Kollegen und einem Eimer in der Hand direkt am Drehkreuz und kassiert die Badegäste, die es passend haben, in bar ab. " Wir hatten um 15 Uhr schon 3000 Besucher, das ist mehr als am Vortag insgesamt", sagt Koslowski. Stressig sei es natürlich, dafür ist die Stimmung in und um die Becken entspannt. Dass es teilweise vor den Kassen so brechend voll ist, liegt für die Badleiterin in erster Linie an der Zeit. " Zwischen 14 und 16 Uhr kommt es ganz geballt." Am neuen Kassensystem liegt es ihrer Meinung nach nur bedingt. " Viele Leute kennen es noch nicht und haben dann Fragen. Die Karten liegen aber da und werden auch direkt bezahlt, im Prinzip hat sich nicht viel geändert", erklärt Koslowski.

Lange dauert es aber in der Tat. Nach exakt 49 Minuten und 43, 1 Sekunden ist es geschafft, und das Badevergnügen am bislang heißesten Tag des Jahres kann beginnen. Den Rest der Woche dürfte es am Eingang des Moskaubades schon wieder sehr viel ruhiger zugehen, denn der Hochsommer wird erst einmal eine Pause einlegen.
Autor:
Malte Schlaack


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