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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine Brandschutzmauer als Entree
Zwischenüberschrift:
Rat entscheidet über Verkauf einer Wissenschaftspark-Fläche – Kritik an der Gestaltung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Im Eingangsbereich des früheren Geländes der Scharnhorstkaserne an der Sedanstraße, wo die Abrissarbeiten laufen, ist die Ansiedlung eines Osnabrücker Architekturbüros geplant.Foto: Michael Hehmann

Osnabrück. Der Wissenschaftspark auf dem Gelände der ehemaligen Scharnhorstkaserne am Fuße des Westerbergs ist eines der Leuchtturmprojekte für die Wirtschaftsförderung der Stadt. Doch der Start des Prestigeprojekts verläuft nicht problemlos. An der geplanten Ansiedlung eines Osnabrücker Architekturbüro-Komplexes direkt im lukrativen Entree-Bereich des Vorzeige-Areals scheiden sich die Geister.

Die ohnehin pickepackevolle Tagesordnung der heute um 17 Uhr beginnenden letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause ist im nicht-öffentlichen Teil überraschend auf Antrag der SPD-Fraktion noch um die Punkte 4 a und 5 c erweitert worden: Verkauf einer Gewerbefläche im Wissenschaftspark. Ursprünglich sollte die zur Entscheidung anstehende Ansiedlung eines Osnabrücker Architekturbüros im vor der Ratssitzung tagenden Verwaltungsausschuss (VA) beraten werden. Doch es haben sich bei der Diskussion des Vorhabens im Aufsichtsrat der Osnabrücker Beteiligungs- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (OGB) sowie im Stadtentwicklungsausschuss einige Fragezeichen ergeben. Hauptkritikpunkt an der von der städtischen Wirtschaftsförderung (WFO) vorbereiteten Grundstücksveräußerung: Es gibt noch keinen Kriterienkatalog für die Ansiedlungen im Wissenschaftspark, der ausdrücklich nicht den Charakter eines Gewerbebereichs haben soll, und auch noch keinen Bebauungsplan.

Das klar definierte Ziel lautet: Synergieeffekte zwischen Hochschule und Unternehmen zu erreichen und da tun sich in Ratskreisen Zweifel auf, ob der vorgesehene Architekturbüro-Bau der richtige Impulsgeber im Eingangsbereich des Areals ist. Auch die Rats-Grünen hatten im Vorfeld Bedenken geäußert, ob das interessierte Unternehmen hinsichtlich der Außenwirkung die nötige Signalfunktion erfüllt, auch gerade hinsichtlich der optischen Bedeutung im Zugangsbereich des Wissenschaftsparks. Kritisch wird unter anderem gesehen, dass geplant ist, das zweischenkelige Bürogebäude in zwei Abschnitten zu erstellen und bis zur späteren Komplettierung des Baukörpers eine Brandschutzmauer und Parkplätze den Blick prägen dürften.

Demgegenüber verweist die Verwaltung auf die wichtige " Initialzündung" des Verkaufs für die weitere Vermarktung der übrigen rund sieben Hektar. Weiterer Aspekt: die Einnahmen durch die Veräußerung, die sich im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen dürften. So gibt es im Vorfeld der Entscheidung zwei Sichtweisen. Die Verwaltung hat zur Sitzung noch eine neue Vorlage mit Erklärungen und Ergänzungen vorgelegt.
Autor:
Wolfgang Elbers


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