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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
"Hier bildete sich Neustadt"
Zwischenüberschrift:
Bischof würdigt Gemeinde St. Johann zum 1000. Geburtstag
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Monument: Die Osnabrücker Neustadtgemeinde St. Johann feierte ihr 1000-jähriges Bestehen unter anderem mit einem Gottesdienst samt Prozession. Fotos: Jörn Martens

Andächtig: Bischof Franz-Josef Bode trägt die Monstranz bei der Prozession.

fhv Osnabrück. Als der frisch gewählte Bischof Franz-Josef Bode vor 20 Jahren zum ersten Mal von Paderborn nach Osnabrück kam, habe er auf seinem Weg in die Stadt zunächst einmal irrtümlich die Johanniskirche für den Dom gehalten, bekannte er gestern. Im Festgottesdienst zum Jubiläum " 1000 Jahre St. Johann" nannte Bode die gotische Hallenkirche von St. Johann im Zentrum der Neustadt " eine stattliche und stadtliche Kirche zugleich, ein Zentrum der Seelsorge und der Bildung", mit deren Gründung eben auch die Stadtwerdung Osnabrücks verbunden war.
Mit einem Gottesdienst und feierlicher Prozession sowie einem anschließenden Gemeindefest rings um St.Johann, in das zugleich der Tag der offenen Tür beim neu erbauten Christlichen Kinderhospital gleich gegenüber integriert wurde, feierte die Gemeinde der Neustadt gestern die Wiederkehr der Grundsteinlegung zu ihrer Kirche vor 1000 Jahren durch Bischof Detmar.
Dechant Dr. Hermann Wieh begrüßte dazu zahlreiche Gäste aus den Nachbargemeinden des Kirchspiels von St. Johann sowie aus der Domgemeinde und der evangelischen St.-Katharinen-Gemeinde, aus den umliegenden sozialen Einrichtungen vom Marienhospitalüber die Caritas bis zu Kindergärten und der Familienbildungsstätte sowie Bürgermeister Burkhard Jasper für die Stadt Osnabrück. Zum Patronatsfest Johannes des Täufers, der ein Zeuge des Glaubens gewesen sei, wolle die Gemeinde ihrerseits mit diesem Festtag " ein Zeugnis unseres Glaubens ablegen", sagte Wieh.
Lebendiges Netzwerk
Bischof Franz-Josef Bode erinnerte in seiner Predigt während des Festgottesdienstes an das " lebendige Netzwerk von Kirche", das mit St. Johann in den zurückliegenden Jahrhunderten in der Osnabrücker Südstadt entstanden sei von einem ersten Armenhof an der Süsterstraße über die Gründung des Marienhospitals bis zu den vielfältigen sozialen Diensten der Gegenwart. Die Gründung des Stifts St. Johann, der dritten Kirche in Osnabrück nach dem karolingischen Dom und der Bürgerkirche St. Marien, sei " eine weitsichtige Tat" gewesen, so der Bischof, weil damit das mittelalterliche Osnabrück aus den Grenzen der Altstadt herauswachsen konnte und ein zusätzliches geistliches Gewicht bekam. " Hier bildete sich Neustadt", sagte Bode, und das bedeute für einen Christen immer auch, " die neue Stadt, die Verheißung Gottes mit zu bedenken, auf die hin wir auf dem Wege sind".
Johannes der Täufer als Wegbereiter Christi sei eine gute Grundlage, die Zukunft zu gestalten, sagte der Bischof weiter an die Gemeinde gewandt: In einer sich wandelnden Kirche müsse die Verantwortung weit mehr als bisher von den Laien übernommen werden. Und in einer sich wandelnden Gesellschaft, die nicht mehr selbstverständlich christlich ist, müsse die Kirche sich neuen Herausforderungen stellen.
Die künftige abrahamische Grundschule für Kinder aus drei großen Weltreligionen nannte Bode in diesem Zusammenhang ein wichtiges Zeichen, so wie es der Anfang von St. Johann vor 1000 Jahren war.
Autor:
fhv


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