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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrücker Rathaus bald Weltkulturerbe?
Zwischenüberschrift:
Stadt denkt über gemeinsame Initiative mit Münster nach
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bald Weltkulturerbe? Oberbürgermeister Boris Pistorius möchte das Osnabrücker Rathaus auf die Vorschlagsliste bringen. Foto: Archiv

Friedenszwilling: Das Rathaus in Münster soll ebenfalls Kulturerbe werden.Foto: Archiv/ dpa

Osnabrück. Weltkulturerbe um dieses begehrte Etikett für ihre Rathäuser wollen sich Osnabrück und Münster gemeinsam bewerben. Darauf haben sich Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) und sein Münsteraner Amtskollege Markus Lewe (CDU) verständigt. Bei der aktuellen UNESCO-Tagung sind die Städte allerdings kein Thema.
Die beiden Rathäuser verkörperten einen Einschnitt in der europäischen Geschichte, sagt Pistorius und spielt damit auf den Friedensschluss nach dem Dreißigjährigen Krieg an. Diesen Wendepunkt symbolisierten die Gebäude nicht nur architektonisch, sondern vor allem ideell.
Das ist der Ansatz für eine mögliche Bewerbung zum UNESCO-Kulturerbe – " und der ist sehr, sehr gut", befindet Pistorius. Ob es allerdings reicht, um die wählerische UN-Organisation zu überzeugen, bleibt fraglich. Osnabrück hat sich immerhin bereits zweimal vergeblich beworben: 1998 scheiterte der erste Vorstoß, 2003 ein weiterer. " Aber inzwischen haben sich unseres Wissens die Kriterien für eine Aufnahme geändert", sagt Pistorius. Wie diese aussehen und ob Osnabrück und Münster sie gemeinsam womöglich erfüllen, soll die städtische Denkmalpflegerin Helena Ammerich in den kommenden Monaten herausfinden.
Sollte sie ihr Okay geben, würde das Anliegen an die zuständigen Stellen der Landesregierung gehen, anschließend gegebenenfalls an den Bund weitergeleitet werden und letzten Endes möglicherweise in Paris landen, wo die UNESCO ihren Hauptsitz hat. Das Verfahren wird sich also selbst im besten Fall noch durch etliche Instanzen schleppen.
Vermutlich werden sich die beiden Städte bis zum Ende dieses Jahres entscheiden, ob sie die entsprechenden Anträge tatsächlich stellen, sagt Pistorius und fügt hinzu, dass es zu diesem Zeitpunkt noch viel zu früh sei, um über mögliche Chancen zu spekulieren.
Derzeit beraten die Experten des UNESCO-Welterbekomitees in Paris über den Schutz einzigartiger Natur- und Kulturstätten. Das Treffen endet am 29. Juni, und bis dahin hoffen zahlreiche Länder, den Zuschlag für einen neuen Welterbetitel zu bekommen. Nach Angaben der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur liegen knapp 40 Anträge vor. An vier davon ist Deutschland beteiligt. Osnabrück und Münster gehören nicht dazu. " Noch nicht", müsste es heißen, wenn es nach den Oberbürgermeistern geht. Mit Material der dpa
Autor:
Michael Schiffbänker


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