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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtelternrat kritisiert Oberschulpläne
Zwischenüberschrift:
Stadt geht zu hastig vor – Schuldezernentin weist Vorwürfe zurück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hauptschule Innenstadt Foto: Gert Westdörp

Möser-Realschule Foto: Michael Hehmann

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück will die Möser-Realschule und die Hauptschule Innenstadt zum Schuljahr 2012/ 2013 zu einer dreizügigen Oberschule zusammenlegen. Der Schulausschuss ist dafür. Dem Stadtelternrat geht das Ganze angesichts zahlreicher offener Fragen zu schnell. Am Dienstag, 28. Juni, soll der Rat entscheiden.

Die Oberschule sei für den Rat ein qualitativer Fortschritt des Schulangebotes, findet der Schulausschuss. Dies sei angesichts der Anmeldezahlen auch notwendig, sagte Schuldezernentin Rita-Maria Rzyski. Beide Schulen sollen nach den Vorschlägen der Schulverwaltung zum 1. August 2012 keine Schüler mehr in die Klasse 5 aufnehmen, sondern an ihren Standorten nur noch die Schüler der höheren Klassen zum Abschluss führen. Der Standort der Oberschule soll das Gebäude der Hauptschule in der Innenstadt an der Hakenstraße werden. Dort wird die Schule am 1. August 2012 mit der Klassenstufe 5 als Ganztagsschule beginnen. Ein Schulname steht noch nicht fest.

Der Stadtelternrat kritisiert diese Pläne unter anderem deshalb, weil Eltern und Elternvertreter im Vorfeld nur unzureichend informiert worden seien. Ob die Lehrer der zwei verschiedenen Schulen in einem Jahr zu einem Kollegium zusammengeführt werden könnten, sei ebenso offen wie die Frage nach dem pädagogischen Konzept einer neu zu gründenden Oberschule: integrativ, jahrgangsübergreifend, kooperativ, schulzweigbezogen. Wie steht es um die Beteiligung der Elternschaft bei der Ausformulierung eines solchen Konzeptes?, fragt der Stadtelternrat.

Schuldezernentin Rzyski weist die Kritik zurück. Der Eindruck, der durch die Erklärung des Vorstandes des Stadtelternrates entstehe, die städtische Schulverwaltung interessiere sich nicht für den Elternwillen, sei falsch und treffe sie persönlich. ImÜbrigen hätten die Gesamtkonferenzen der beiden Schulen ihre Ansicht zu den Plänen geäußert. Die Hauptschule ist für das Vorhaben, die Möser-Realschule aber nur, wenn die Oberschule einen gymnasialen Zweig bekommt.Das hält die Schulverwaltung angesichts eines vielfältigen gymnasialen Angebotes in der Innenstadt nicht für sinnvoll. Ein Dilemma: Beide Schulen bevorzugen ihre Gebäude als Standort für die neue Oberschule.

Die Kritik des Stadtelternrates am Tempo des Verfahrens weist Rzyski ebenfalls zurück. Das innerstädtische Schulangebot müsse möglichst schnell verbessert werden. Wenn es mit der Oberschule im Schuljahr 2012/ 2013 noch etwas werden soll, muss der Antrag bis zum 31. Oktober 2011 beim Kultusministerium gestellt sein. Wegen der Kommunalwahl im September finden aber nach der Sommerpause keine Sitzungen der Ratsgremien mehr statt. Deshalb sei vorgesehen, dass der Rat noch vor den Sommerferien entscheidet.
Autor:
Michael Schwager


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