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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Domschüler bauen Lehmbackofen
Zwischenüberschrift:
Brot und Pizza aus dem "grünen Klassenzimmer"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Einen Lehmbackofen bauten die Schüler der Domschule unter Anleitung von Pius Kopp. Fotos: Jörn Martens

Keine Angst, sich die Hände schmutzig zu machen, zeigten die engagierten Domschüler.
Osnabrück. Seit 2004 trägt die Domschule die Auszeichnung " Umweltschule Europa": Damit sie das Zertifikat auch im kommenden Jahr wieder erhält, nehmen Schüler und Lehrer neue Projekte in Angriff. Deshalb verfügt das grüne Klassenzimmer bald über einen funktionstüchtigen Lehmbackofen. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit mit Pius Kopp.
Bereits 1986 hatte der Gast aus dem Schwarzwald auf der Landesgartenschau seinen ersten Lehmbackofen errichtet. Mittlerweile sind zahlreiche hinzugekommen wie auch ein Buch mit Bauanleitungen mit dem Titel " Holzbacköfen in Gärten". Nun gibt es in Osnabrück eine neue Konstruktion für ökologisches Bauen und Backen. Mit dem Projekt werden gleich mehrere Ansätze verbunden, erläutert Umweltkoordinatorin Reingunde Büttner: Die Schüler lernen umweltschonende Materialien kennen, arbeiten aktiv mit und erfahren zugleich etwas über gesunde Ernährung. Und die kann auch noch gut schmecken, unterstreicht Kopp, der passenderweise Kochkurse gibt. So kann man mit dem Lehmbackofen nicht nur alle möglichen Brotsorten herstellen, sondern auch Pizza, Flammkuchen oder Aufläufe. Nun soll der Ofen auch rege genutzt werden, sagt Büttner: Das gilt nicht nur für die einzelnen Schulklassen, sondern auch für Elternabende oder Schulveranstaltungen wir den Erntedankmarkt.
Schon seit längerer Zeit hatte die Schule den Plan, einen Lehmbackofen im grünen Klassenzimmer zu bauen, berichtet Schulleiter Ludger Jansen. Passenderweise fiel ihm ein Artikel in die Hände, in dem die Arbeit von Pius Kopp beschrieben wurde. Jansen setzte sich mit ihm in Verbindung, und Kopp reiste Ende Mai für erste Besprechungen nach Osnabrück. Nun errichtete er mithilfe von Schülern der Jahrgangsstufe 9 den Sockel und fügte aus Lehm, Sand und Stroh die Kuppel Stück für Stück zusammen. In den Schulferien wird der Ofen austrocknen, im August wird Pius Kopp dann wieder nach Osnabrück kommen, um dem Bauwerk mit seinen Mitarbeitern den letzten Schliff zu geben.
Der Lehmbackofen ist eines der Projekte, mit denen die Domschule die erneute europäische Auszeichnung beantragt. Notwendig sind allerdings zwei Vorhaben. Bereits fertig ist eine Regenwurmwanderkiste zum Kompostieren.
Autor:
Henning Müller-Detert


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