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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Wir schaffen die Energiewende"
Zwischenüberschrift:
Diskussion über die erneuerbaren Energien und den Bus- und Bahnverkehr in der Region
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
jweb Osnabrück. " Wo wollen wir hin? Wo können wir hin?" Dr. Winfried Wilkens, Vorstand des Landkreises Osnabrück, meinte mit diesen Fragen die Energiewende und den Klimaschutz, Prof. Stephan Rolfes bezog sie auf den öffentlichen Nahverkehr. Die SPD-Kreistagsfraktion hatte beide zu einer Podiumsdiskussion zum Titel " (Energie-) Fahrplan für die Zukunft" eingeladen.
Wilkens zeigte sich angesichts des geplanten Ausstiegs aus der Atomkraft zumindest für die Region optimistisch: " Wir schaffen die Energiewende." Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hätten es die Produzenten erneuerbarer Energien im Osnabrücker Land " von fast null" auf 550 000 Megawatt gebracht. Wilkens zitierte Prognosen, wonach bereits im Jahr 2030 der Bedarf an Strom gedeckt sei und von da an zunehmend über den hiesigen Verbrauch hinaus produziert werde mit beinahe 4000 Gigawattstunden im Jahr 2050 vor allem mit Energie aus Wind und Sonne.
Biogas: Ausbau begrenzt
Der Anteil an Biogas werde jedoch " nicht mehr sehr stark" anwachsen, denn: " Wir nutzen bereits jetzt mit nur 65 Biogasanlagen schon zehn Prozent der landwirtschaftlichen Flächen." Da seien weitere Ausbaumöglichkeiten begrenzt. Dagegen werde die Bedeutung von Erdwärmesonden für das Beheizen von Häusern steigen. Auf der anderen Seite sieht Wilkens das Sparen von Energie etwa mithilfe von energetischen Sanierungen.
Was die Kosten für die Energiewende angeht, wagt Wilkens keine Prognose: " Wenn ich zurückblicke, stelle ich fest, dass die Preise immer gestiegen sind." Doch die erneuerbaren Energien brächten auf der anderen Seite auch " zunehmend Wertschöpfung in die Region". Es sei wichtig, über neue Möglichkeiten für die Praxis zu sprechen und dabei weltanschauliche Hintergründe in den Hintergrund zu stellen.
" Wer will wohin?" Diese Frage beschäftigt Rolfes als Geschäftsführer der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos). Denn je mehr Menschen mit Bussen und Bahnen führen, desto größer sei ihr Beitrag zum Klimaschutz. Um " greifbare Umwelteffekte" zu bewirken, müsse der öffentliche Nahverkehr attraktiv und möglichst gut vernetzt sein. Künftig seien mehr und mehr neue Systeme erforderlich, die den Bedürfnissen der Fahrgäste entgegenkämen.
Eigene Trassen für Busse
Rolfes wünscht sich ein " hochwertiges Gesamtsystem" und einen " Ausbau von Eigentrassen" für Busse. Wichtiger, als Ortsteile gleichermaßen zu bedienen, sei es, auf den tatsächlichen Bedarf zu reagieren. " Da müssen wir uns von den kommunalen Grenzen lösen."
Die bisherige Erfolgsgeschichte der Nordwestbahn stoße bisher auch an Grenzen, denn von Osnabrück aus könne nicht einfach ein zusätzlicher Zug eingeplant werden. Darüber entscheide die Landesnahverkehrsgesellschaft als Eigentümerin, sagte Rolfes. Immerhin koste ein Fahrzeug der Nordwestbahn drei bis vier Millionen Euro und brauche bis zu drei Jahre von der Bestellung bis zur Auslieferung.
So lasse sich bisher nicht alles optimal verbinden. Der Busverkehr sei zum Beispiel nicht überall auf die Abfahrtszeiten des Haller Willem abgestimmt. Und es gehe auch um Wirtschaftlichkeit, so Rolfes weiter. Das bedeute, Fahrgastzahlen und Kilometer zu koordinieren. Eine große Hilfe sei die Schulzeitstaffelung, denn: " So viele Busse wie morgens brauchen wir den ganzen Tag über nicht mehr."
Autor:
jweb


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