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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Diese Altlast war keine Überraschung
Zwischenüberschrift:
Busdepot: Stadtwerke sanieren Hinterlassenschaften einer ehemaligen Tankstelle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Auf dem ehemaligen Busdepot an der Ernst-Sievers-Straße riecht es nach Diesel. Bagger entfernen die unterirdischen Hinterlassenschaften einer früheren Tankstelle. Inzwischen hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt die Weichen gestellt, damit der Bebauungsplan die nächste Phase nehmen kann.

Ein Luftbild, das offenbar in den 60er-Jahren aufgenommen wurde, zeigt die Zapfsäulen auf dem südlichen Teil des Geländes, und nicht weit davon entfernt ist ein oberirdischer Öltank zu erkennen, der als Verursacher der Bodenkontamination in Betracht kommt.

Weitere Tanks kommen jetzt im Erdreich zum Vorschein. Einer wurde bei den Baggerarbeiten zerstört. Die Stadtwerke lassen den Boden auf einem 25 mal 30 Meter großen Areal komplett austauschen, um die Ölrückstände zu entfernen, und zwar bis in vier Meter Tiefe.

Zu diesem Zweck wurden Spundwände in den Untergrund getrieben, um die Altlast zur Seite abzuschirmen. Dabei entschieden sich die Stadtwerke für das relativ leise Einpressverfahren, um den Anwohnern das laute Hämmern zu ersparen, wie Pressesprecher Marco Hörmeyer betont.

Die Altlast sei keine Überraschung gewesen, fügt er hinzu. Das genaue Ausmaß wurde zuvor mit Probebohrungen erkundet. In Kürze sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

Nach den Plänen der Stadt werden auf dem abgeräumten Gelände zwischen Ernst-Sievers-Straße und Augustenburger Straße Wohnhäuser entstehen. In der frühzeitigen Bürgerbeteiligung gingen bei der Stadt Stellungnahmen ein, die auf eine breitere Streuung der Wohnformen abzielten. Auch selbst organisierte Wohngruppen sollten in dem Baugebiet eine Chance bekommen, lautete der Tenor. Dem will die Stadt mit einem Baufeld entlang der Ernst-Sievers-Straße Rechnung tragen.

Der Bebauungsplan Nr. 577 umfasst ein Areal, das bis zur Lotter Straße reicht. Auch das Stadtwerke-Areal am Kirchenkamp, die ehemalige Celluloidfabrik Hagedorn und die vor einem Jahr aufgegebene Tankstelle gehören zum Plangebiet. Die Stadt führt außerdem Verhandlungen mit dem Land Niedersachsen, um auch die alte Autowerkstatt der Polizei einbeziehen zu können.

Auf dem 1, 3 ha großen Gelände an der Lotter Straße will der Baukonzern Hochtief Wohnungen, Büros, Geschäfte, Gaststätten und ein Parkhaus errichten. Hochtief hat den Investorenwettbewerb der Stadt gewonnen.

Neben dem 1, 3 Hektar großen Gelände an der Lotter Straße bekommt der Baukonzern einen halben Hektar vom alten Busdepot zwischen Augustenburger Straße und Ernst-Sievers-Straße. Für die Bebauung der übrigen Flächen sucht die Stadt weitere Investoren.

Bildtrexte:

Vier Meter tief wird der Boden ausgekoffert. Hier kommen die alten Dieseltanks des ehemaligen Busdepots zum Vorschein.

Das Busdepot in den 60er-Jahren: Rot markiert ist die ehemalige Tankstelle, von der die Altlast herrührt. Im Vordergrund verläuft die noch nicht bebaute Ernst-Sievers-Straße, in der Bildmitte die Augustenburger Straße, im Hintergrund die Lotter Straße.

Foto: Uwe Lewandowski / Archiv Stadtwerke
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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