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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Verwaltungsbau ohne Energiehunger
Zwischenüberschrift:
Passivhaus der Stadtwerke ist auch kommunikativ
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im Neubau der Stadtwerke Osnabrück stehen ein paar Fenster auf Kipp. Eigentlich war das anders gedacht: Hier soll das Lüften durchs offene Fenster überflüssig sein. Aber so ist das eben. An manches Neue müssen sich Menschen erst gewöhnen.
Eine Be- und Entlüftungsanlage sorgt in dem neuen Gebäude an der Luisenstraße nicht nur für frische Luft zum Atmen. " Über die Anlage wird das Gebäude auch beheizt oder bei Bedarf gekühlt", erläutert Klemens Hölscher vom Büro Reinders-Architekten beim Rundgang. Auf vier Etagen stehen knapp 3800 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.
Es sei das erste Verwaltungsgebäude mit Passivhaus-Standard in Osnabrück, sind sich Klemens Hölscher und Ulrich Schepers einig. Der Mitarbeiter der Stadtwerke hat den Bau als Projektleiter betreut. Das Gebäude als Passivhaus zu errichten sei nicht von Beginn an geplant gewesen. " Aber wir können ja nicht immer nur über Energiethemen beraten, wir müssen das auch vorleben", erläutert Schepers die Entscheidung für diese Bauweise. Als Passivhaus gilt ein Gebäude, für das pro Jahr und Quadratmeter bis zu 15 Kilowattstunden aufgewendet werden dürfen. Nach der Energiesparverordnung wären bei einer Bauweise nach aktuellem Standard 44 Kilowattstunden erlaubt.
Als weitere Kennzeichen des Hauses nennt er Flexibilität und Kommunikation. Denn der Platz für die 120 Mitarbeiter kann flexibel ohne größeren Aufwand umgestaltet werden. " Die Räume sind auf das Maß 1, 25 Meter ausgelegt", erläutert Ulrich Schepers. Die Wände können also verschoben werden, ohne dass sie den Blick aus dem Fenster, den Zugriff auf Versorgungsschächte und Anschlüsse verstellen.
Auf allen Etagen sind zudem Zonen für kurzfristige Besprechungen eingerichtet. An Stehtischen oder kleinen Sitzgruppen können sich die Mitarbeiter treffen, um anschließend in ihren Büros weiterzuarbeiten. Diese sind mit Glaswänden vom Flur abgetrennt, ein weiteres Element, um die Kommunikation zu fördern. Außerdem liegen sie jeweils an der Außenseite, und das Licht, das durch die Fenster einfällt, wird durch die Glaswände weitergegeben. So wird das Sonnenlicht gezielt genutzt.
Klemens Hölscher ist zufrieden. Es sei ein gutes Gefühl, die an Reißbrett und Computer entwickelten Ideen in der Realität zu sehen. Und die Sache mit den gekippten Fenstern, die regelt sich auch noch.
Führungen starten am Tag der Architektur um 11, 12 und 13 Uhr. Treffpunkt am Haupteingang der Stadtwerke Osnabrück, Alte Poststraße 9.

Bildtext:

Extrem sparsam: Architekt Klemens Hölscher (links) und Ulrich Schepers erklären den Neubau der Stadtwerke.

Foto: Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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