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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Es ist amtlich: Dallmann will Steinbrecher
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Limberg: Anwohner in Rage
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Jetzt ist es offiziell: Auf der Konversionsfläche am Limberg soll eine Steinbrechanlage errichtet werden. Eine entsprechende Ankündigung im Bürgerforum sorgte für Empörung bei den Anwohnern, die übermäßigen Lärm befürchten.

Die von der britischen Armee aufgegebene Fläche, die mehr als 40 Hektar umfasst, soll nach den Plänen der Stadt ein Gewerbegebiet werden. Interessent ist von offizieller Seite bislang nicht bestätigt das Bauunternehmen Dallmann aus Bramsche.

Gegenwärtig verhandelt das Unternehmen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hinter verschlossenen Türen über den Flächenerwerb. Ob es zur Veräußerung des Grundstücks kommt, wird nach Auskunft des Stadtplaners Thomas Rolf in der kommenden Woche feststehen.

Im Bürgerforum Dodesheide, Haste, Sonnenhügel machte Rolf jetzt erstmals bekannt, was das Unternehmen auf der Fläche an der Vehrter Landstraße vorhat: Falls der Kaufvertrag zustande kommt, will Dallmann eine Steinbrechanlage, ein Asphaltmischwerk, Lkw-Hallen und weitere Gebäude errichten.

Vor allem der Steinbrecher brachte viele der rund 100 Teilnehmer im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße in Rage. Im Tenor wird eine nicht hinnehmbare Lärmbelästigung durch die Anlage befürchtet. " Der Limberg ist an dieser Stelle 117 Meter hoch, die Wohnbebauung liegt 20 Meter tiefer. Die Beschallung wird für die Anwohner unerträglich sein", machte ein Bürger seinem Ärger Luft.

Von anderer Seite wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die EU alle Kommunen zu Lärmminderungsmaßnahmen verpflichtet hat, auf die die Stadt Osnabrück ab 2013 mit einem Aktionsplan reagieren will.

" Soll jetzt noch schnell ein Projekt durchgezogen werden, das unzweifelhaft die Gesundheitsbelastung für die in der Umgebung lebenden Menschen erhöht?", fragte eine Ärztin. Und ein älterer Mann bezweifelte schlicht, ob eine Steinbrechanlage der von der Verwaltung vorangetriebenen Stadtentwicklung dienen würde.

Konversionsplaner Thomas Rolf wies darauf hin, dass erst einmal das Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Bauunternehmen und der Bima abgewartet werden müsse. Werde der Vertrag unterschrieben, dann werde Oberbürgermeister Boris Pistorius Ende Juni in einer Informationsveranstaltung die Einzelheiten vorstellen.

Pistorius hatte in der Vergangenheit zugesichert, dass eine gewerbliche Nutzung nur infrage komme, wenn es für das benachbarte Wohngebiet keine unzumutbaren Belastungen gebe. Wenn nicht, sei " das Thema beerdigt". In den Verträgen zwischen der Bima und der Baufirma werde es dafür eine Rücktrittsoption geben.

Die Hermann Dallmann Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG hat sich bislang nicht zu einer Stellungnahme bewegen lassen. Das Unternehmen beschäftigt nach eigener Auskunft 300 Mitarbeiter.
Autor:
Horst Troiza


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