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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im Naschwald mit Wörtern spielen
Zwischenüberschrift:
Gespräch der Insekten: Neues Literaturprojekt am Piesberg wird Sonntag eröffnet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der " Naschwald" am Piesberger Zechenbahnhof entwickelt sich ständig weiter. Künftig kann mitten im inzwischen dicht bewachsenen Biotop, inspiriert von der Natur und einem Miró-Kunstdruck, mit Wörtern und Sätzen experimentiert werden. Vor drei Jahren hat Prof. Dr. Jutta Wermke in Kooperation mit dem Piesberger Gesellschaftshaus das erste literarische Brettspiel als kommunikatives Angebot für die ganze Familie kreiert. Am Sonntag stellt sie ihre Neuauflage " Gespräch der Insekten" vor.
Eine Gemeinschaftsinitiative aus rund um den Zechenbahnhof lebenden und arbeitenden Nachbarn hat vor drei Jahren auf einer vormaligen Industriebrache den " Naschwald" ins Leben gerufen, den Schüler der Grundschule Pye und der Thomas-Morus-Schule mit gespendeten Pflanzen eingerichtet haben. Achtklässler der Morus-Schule pflegen die Anlage, die ihren Namen den zum Naschen verleitenden Obstbäumen und Beerensträuchern verdankt. Mitten im wilden Garten ist ein Rondell angelegt mit Sitzbänken zum Verweilen und einem Wallnussbaum, der ein Insektenhotel und Metalltafeln für das Sprachspiel beherbergt.
Martin Laumeier, Mediengestalter beim Gesellschaftshaus, hat rund um den Baum zwei Platten mit magnetischen Buchstaben und Wörtern installiert: eine für Kinder in niedriger Höhe und eine für Erwachsene. Die Grundlage der Tafeln bildet das Bild " Gespräch der Insekten" von Joan Miró. Die fantasievollen Kreaturen des Malers sollen dazu anregen, die 49 Sprachbausteine miteinander zu verbinden und über das Gemälde zu verschieben. " Die Besucher können bekannte Wörter zusammensetzen oder auch neue Wörter erfinden. Das Spiel ist mit einem Kaleidoskop vergleichbar: Es gibt nicht die eine passgenaue Lösung, sondern viele Kombinationsmöglichkeiten", umreißt Jutta Wermke die Idee.
Das " Gespräch der Insekten" ist bereits das dritte literarische Brettspiel der Professorin. Die Literaturwissenschaftlerin hat sich der Kreativitätsförderung verschrieben. Das Gemeinschaftsprojekt mit dem Gesellschaftshaus begreift sie als praktische Fortsetzung ihres Wirkens an der Universität Osnabrück. Während die ersten Spiele ausschließlich aus Texten bestanden, soll nun, bei der dritten Variante, das Miró-Bild als " zusätzliche Inspiration" dienen. " Ich bin gespannt, was die Menschen aus diesen Anstößen machen", sagt Wermke.
Das literarische Brettspiel " Gespräch der Insekten" wird am Sonntag, 5. Juni, eröffnet. Treff ist um 15 Uhr am Piesberger Gesellschaftshaus. Das Sprachspiel im " Naschwald" lädt interessierte Besucher fortan immer sonntags von 14 bis 18 Uhr zum Tüfteln ein. Die dabei entstehenden Werke werden im Gesellschaftshaus dokumentiert.

Bildtext:

Von ihr stammt die Idee zum literarischen Brettspiel: Prof. Jutta Wermke vor einer der magnetischen Tafeln.

Foto:

Egmont Seiler


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