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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Baumbestimmung per iPhone
Zwischenüberschrift:
Weltpremiere von iKosmos in der Bundesstiftung Umwelt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Welches Blatt mag das sein? Dr. Jorge Groß und Dr. Armin Blöchl von der Leibniz-Universität Hannover präsentierten gestern die App. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. iKosmos heißt die App zur Tier- und Pflanzenbestimmung. Sie wurde gestern in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vorgestellt.

Viele Tiere und Pflanzen können Kinder und Jugendliche nicht bestimmen. Zwischen sechs und zehn Arten kennen sie, wenn es um Bäume und Sträucher geht. Auf immerhin acht bis 17 Arten steigt die Zahl bei Tieren. " Mit der Artenkenntnis ist es nicht weit her", stellt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde fest.

Das war ein Grund für die DBU, die Entwicklung einer App zur Tier- und Pflanzenbestimmung zu unterstützen. Gestern feierte iKosmos im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU Weltpremiere. Bisher gibt es die App für " Bäume und Sträucher" sowie " Muscheln und Schnecken". In Arbeit ist gerade eine App für die Bestimmung von Vögeln. Weitere sind in Planung.

Um auf den richtigen Namen von Bäumen und Sträuchern zu kommen, müssen die Nutzer Fragen beantworten. Hat der Baum Nadeln oder Laubblätter? Wie groß sind die Blätter? Welche Form haben sie? Frage für Frage geht es weiter, bis das Gehölz bestimmt ist.

Die Entwickler haben sich bewusst gegen ein Programm entschieden, das per Foto die Art bestimmt. " Das wäre technisch unbefriedigend", sagt Dr. Jorge Groß, Biodidaktiker von der Leibniz-Universität Hannover, die die App mit der DBU, dem NABU, dem Kosmos-Verlag und der iTour City Guide GmbH entwickelt hat.

Wichtig war den Entwicklern unter anderen Didaktikern, Biologen und Softwareexperten –, dass die Bedienung kinderleicht ist. Deshalb bezogen sie Kinder und Jugendliche in ihre Arbeit ein. Und so bietet die App als Antwortmöglichkeiten Bilder statt Fachbegriffe an. Kurze Videos helfen bei Unklarheiten weiter. Wer eine Antwort nicht weiß, klickt einfach auf " Weiter". Auch mit fehlerhaften Antworten, versichern die Entwickler, kommt iKosmos zur richtigen Antwort.

" Man muss im Grunde keine Ahnung haben", zeigt Sebastian von Sauter, Geschäftsführer von iTour City Guide, sich überzeugt. Vielmehr sollen die Nutzer die App intuitiv bedienen können. Tatsächlich sind nur wenige Klicks nötig, um zum Ergebnis zu kommen. " Für mich ist das eine Revolution der Artenbestimmung", stellt von Sauter deshalb fest.

Seit gestern kann iKosmos heruntergeladen werden. Die ersten fünf Male kann es umsonst genutzt werden. Danach kostet jede Artengruppe 7, 99 Euro. Auf der Internetseite www.ikosmos.org können sie umsonst genutzt werden.
Autor:
Anne Reinert


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