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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zeitreise in die Jungsteinzeit
Zwischenüberschrift:
Mitmachaktionen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Probesitzen der Nahner auf der gestifteten Bank für die neu gestaltete Anlage am Großsteingrab. Fotos: Egmont Seiler
hla Osnabrück. Zeitreiselustige und Steinzeitinteressierte trafen sich am Sonntag beim Großsteingrab " Am Schölerberg", welches auch als Nahner Kriegerdenkmal bekannt ist.
" Steinzeit erleben" war das Motto der Sonderveranstaltung, die von der Arbeitsgemeinschaft " Straße der Megalithkultur" der Stadt- und Kreisarchäologie und dem Nahner Bürgerverein im Rahmen der " Natur- und Geoparkwochen" organisiert wurde. Rund um das steinzeitliche Großsteingrab gab es interessante Dinge auszuprobieren und zu entdecken.
Stolz präsentiert die achtjährige Swantje von der Born aus Schinkel ihren Kettenanhänger. " Den habe ich eben selbst gemacht, und das war gar nicht so einfach", berichtet sie aufgeregt, als ihre Freundin Amelie Zerull gerade vom Mahlen zurückkommt.
Die Kettenanhänger wurden aus Speckstein gefeilt. Funde aus der Jungsteinzeit wie Bernsteinperlen und Tierzähne lagen neben der Arbeitsfläche zur Anregung. Am Nachbarstand war eine Sattelmühle nachgebaut. Mit einem Stein wurden Weizenkörner zu Mehl gemahlen. " In der Steinzeit verwendete man oft Emmer", erklärt Daniela Hauf, Mitarbeiterin bei Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück. " Emmer wird heute wieder rekultiviert. Wir nutzen hier aber Weizenkörner, da diese einfacher aufbrechen und die Kinder so eher ein Erfolgserlebnis haben." Beim Steinzeitquiz konnten die Teilnehmer ihr Wissen über diese historische Epoche testen. Spannend anzuschauen waren die Nachbauten von Alltagsgegenständen aus der Jungsteinzeit.
Hauf hält ein trichterförmiges Tongefäß in die Höhe: " Ein Relikt aus der Trichterbecherkultur", erklärt die Archäologin. Der Schölerberg ist der südlichste Ausläufer der Trichterbecherkultur, die sich über Norddeutschland, die Niederlande, Dänemark und Südschweden erstreckt. In diesen Gebieten fanden Archäologen viele Tonbecher, die den am Sonntag am Schölerberg ausgestellten ähneln.
Neben den Steinzeitaktionen wurde die neu gestaltete Anlage am Großsteingrab eingeweiht. Annegret Gutendorf, erste Vorsitzende des Nahner Bürgervereins berichtet vom langjährigen Wunsch der Nahner Bürger, eine Bank an dem Weg aufzustellen, der von Nahne aus den Schölerberg hinaufführt. Neben dem Großsteingrab machen diese Bank und eine Informationstafel jetzt die erste Station auf der Straße der Megalithkultur, die von Osnabrück ins Emsland und nach Oldenburg führt, komplett. " Wir möchten jede Station auf der Straße der Megalithkultur mit einer Sitzgelegenheit und Informationstafel ausstatten. Zusätzlich sollte eine Interessengemeinschaft eine Pflegepatenschaft für die jeweilige Station übernehmen", erklärt Hauf.
" Am Schölerberg ist dieses Vorhaben nun mit dem Nahner Bürgerverein als Partner gelungen. Dafür sind wir sehr dankbar." Der Nahner Bürgerverein legte auch einen alten Hohlweg frei, der direkt neben dem Großsteingrab entlangführt. Großsteingräber seien häufig an markanten Wegverbindungen errichtet, so Hauf.
Hermann Quint, Wegewart beim Verschönerungs- und Wanderverein Osnabrück, führte über den 2010 eröffneten Panoramaweg, dessen Startpunkt am alten Zooparkplatz liegt. Vorbei an zwei schönen Aussichtspunkten mit Blick auf Nahne sowie auf Schinkel und die ehemaligen Karmann-Werke, durch das neue Zoogelände und den NABU-Garten soll der Panoramaweg zukünftig auch am Großsteingrab am Schölerberg vorbeiführen.


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