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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Espresso-Express rollt durch die City
Zwischenüberschrift:
Vier pedalgetriebene Verkaufsstände bereichern jetzt das Verpflegungsangebot in der Großen Straße
Artikel:
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Mit dem Coffee-Bike ist Niclas Kohring auf der Großen Straße unterwegs. Er hat eine spezielle Kaffeemischung im Angebot. Fotos: Jörn Martens

Osnabrück. Kaffee auf Rädern, das ist eines von vier neuen Verpflegungsangeboten in der Osnabrücker Fußgängerzone. Nach dem Ende der Maiwoche hat auch ein zur Wurstbude umfunktioniertes Lastenfahrrad den Betrieb aufgenommen. In Kürze kommen nach Auskunft der Stadt noch ein rollender Brötchenstand und ein Eismann dazu.

Von Michael Schwager - In der Nähe der Passage zum Kamp duftet es nach Kaffee. Hier steht Niclas Kohring mit dem " Coffee-Bike", einer rollenden Espressomaschine mit Pedalantrieb. Passanten werden langsamer, bleiben stehen und schauen sich das Verkaufsrad an. Eine Frau schaut nicht nur, sondern kauft einen Cappuccino.
Der Espresso-Express ist auf einem lackierten Holzkasten auf dem zweirädrigen Vorderteil des Lastenfahrrades montiert. Über allem ist ein schwarzer Baldachin montiert mit dem Firmennamen und der Internetadresse des jungen Unternehmens (coffee-bike.de). Niclas Kohring, der Kaffeeverkäufer, ist ganz zufrieden mit dem Umsatz. Am ersten Tag, am Montag nach der Maiwoche, war das Geschäft noch etwas beeinträchtigt durch den Abbau der Stände. Aber inzwischen laufe es ganz ordentlich. Die Kundschaft lobe das altmodisch-edle Design des Rades und vor allem den Geschmack des Kaffees. Eine Kundin bestätigt das: " Schade, dass es keinen Eiskaffee gibt."
Aber für eine Kühlung reicht die Energieversorgung nicht. " Wir nutzen dafür Hybridtechnik aus Gas und Batterie", sagt Tobias Zimmer (25), mit seinem Kompagnon Jan Sander Geschäftsführer der Firma. Die beiden Kaffeeliebhaber und Betriebswirte entdeckten am Ende ihres Studiums bei einem Urlaub in Kopenhagen ein Kaffee-Fahrrad und importierten die Idee nach Deutschland. " Wir verwenden ausschließlich den Gourmetkaffee der Exklusivmarke Caferino", sagt Zimmer, wie sein Geschäftspartner ehemaliger Graf-Stauffenberg-Gymnasiast. Den Kaffee haben sie mit einer Hamburger Privatrösterei selbst aus Arabica-Bohnen aus Costa Rica und Indonesien zusammengemischt. Die Kunden können die aromatischen Bohnen, wenn sie ihnen am Stand munden, auch kaufen und mit nach Hause nehmen.
Hans-Joachim Lukosch, Chef der gleichnamigen Osnabrücker Fleischerei, steht im Augenblick noch selbst hinter seinem Verkaufsfahrrad und dreht die Rostbratwürstchen aus eigener Produktion auf dem Gasgrill. Er ist der zweite Konzessionsinhaber, der sich nach dem Ratsbeschluss vom März dieses Jahres erfolgreich um eine von vier Sondernutzungsgenehmigungen für die Fußgängerzone beworben hat. Der Ratsbeschluss vom März regelt die Bedingungen für die Mobil-Verpfleger in der City. Die Zahl der Verkaufsfahrräder ist danach auf vier begrenzt, wie Norbert Obermeyer vom Fachbereich Bürger und Ordnung auf Anfrage erläutert. Geregelt ist auch, dass das Angebot auf Rädern unterschiedliche Bedürfnisse bedienen soll.
Das bedeutet übrigens auch, dass für den bisherigen mobilen Wurstbräter in Kürze Schluss ist. Seine Lizenz zum Grillen läuft in Kürze aus.
Autor:
Michael Schwager


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