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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zu trocken: Bauern bangen um ihre Ernte
Zwischenüberschrift:
Waldbrandgefahr im Landkreis Osnabrück jedoch nicht mehr akut
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Noch steht der Mais gut. Anders als Getreide und Raps hat er bisher nicht so sehr unter der Trockenheit gelitten. Foto: Klaus Lindemann
Osnabrück. Mit sofortiger Wirkung hat der Landkreis Osnabrück eine Verordnung zum Schutz vor Waldbränden außer Kraft gesetzt. Die Landwirte geben jedoch noch keine Entwarnung. Wegen der langen Trockenperiode drohen große Ernteausfälle.
Von Magdalena Hilgefort - Vor zwei Wochen hatte die Kreisverwaltung aufgrund anhaltender Trockenheit das Betreten oder Befahren von gefährdeten Gebieten - von Wäldern, Mooren und Heideflächen - verboten. Auch das Rauchen war dort unter anderem untersagt.
Ein Waldbrandindex gibt die Gefährdung auf einer Skala von eins bis fünf an. Für die Region galt zu dieser Zeit eine Waldbrandgefährdung der Stufe vier, die zweithöchste Gefährdungsstufe. Passiert sei allerdings nichts, wie Jürgen Menkhaus von der Pressestelle des Landkreises mitteilt. Auch Bußgelder seien nicht verhängt worden. Der Landkreis hatte bei Verstößen gegen die Verordnung mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro gedroht.
Wenn es auch nicht viel geregnet hat, so hat der wenige Niederschlag vor Kurzem doch dafür gesorgt, dass die Waldbrandgefahr gesunken ist. " Mittlerweile liegen wir hier in der Region überwiegend auf Stufe zwei der Skala", so Menkhaus. Die Gefahr sei also nur noch sehr gering.
Kritisch sieht es allerdings auf den Äckern aus. " Die Pflanzen haben im März, April und auch im Mai kaum Wasser bekommen. Die haben überall gelitten", sagt der Wallenhorster Landwirt Ernst Linnemann. Bei Getreide und Raps könne er schon jetzt absehen, dass die Erträge schlecht sein werden. Linnemann rechnet mit gut einem Viertel weniger Ertrag als in normalen Jahren. " Wenn jedoch in der Kornführungsphase kein Wasser kommt, kann das auch in einem Fiasko enden und Ausfälle von bis zu 40 Prozent bedeuten", so der Landwirt. Allein der Mais komme bisher noch gut mit der Trockenheit zurecht, " doch spätestens in zwei bis drei Wochen braucht auch der Wasser".
Ein paar Tage Dauerregen wünscht sich ebenfalls Heinrich Horstmann vom Dinkelhof in Glandorf-Sudendorf. Er rechnet bei seinem Dinkel bereits mit einer Ertragsminderung von insgesamt rund 30 Prozent. Gerade auf den leichten Sandböden rund um Glandorf mache sich die Trockenheit extrem bemerkbar. Der sandige Untergrund, der laut Landwirt Ernst Linnemann auch rund um Hollage, Achmer und Engter vorherrscht, kann Wasser nicht so gut halten.
Auf ein weiteres Problem macht der Wallenhorster Umweltbeauftragte Udo Stangier aufmerksam. Er sorgt sich um die Bäume, die als sogenanntes Siedlungs- oder Innenstadtgrün dienen: " Die haben es bei Trockenheit schwer, da sie an versiegelten Standorten wachsen und das Klima in Städten noch trockener ist, da dort weniger Wasser verdunstet." Gerade neu gepflanzte Bäume, die noch kein ausgeprägtes Wurzelwerk haben, würden an Wasserknappheit leiden. Stangier appelliert daher an die Bürger, vor allem junge Bäume in den Straßenbeeten vor der Haustür zu gießen. Denn, so Stangier, das große Niederschlagsdefizit in diesem Frühjahr sei selbst bei 14 Tagen Regen nicht so schnell aufzufüllen.
Autor:
Magdalena Hilgefort


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