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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Calvados aus kirschgroßen Äpfeln
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Bonsaitage bieten Einblicke in ein faszinierendes Hobby
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kleine Natur-Kunstwerke: Reinhard Neumann, Jürgen Witte, Heinz Lücking (von links) vom Osnabrücker Bonsaiclub lassen im Garten oder auf dem Balkon immer wieder neue Miniaturpflanzen entstehen. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Welche Vielfalt an Bonsai-Bäumen es gibt, was für eine lang reichende Tradition hinter diesen Pflanzen steckt und mit wie viel Begeisterung die Besitzer ihre Bonsais pflegen, war am Wochenende bei den 12. Osnabrücker Bonsaitagen in der Baumschule Trentmann zu erleben.

Von Carolin Hlawatsch - Ahorn, Buche und viele andere Arten, die in der Natur zu großen Bäumen heranwachsen, gedeihen in einer Schale und mit der richtigen Pflege zu kleinen Bonsaibäumen. " Ich habe mir immer gewünscht, viele Wälder zu besitzen. Da ich aber weder steinreich noch Großgrundbesitzer bin, musste ich eine andere Lösung finden", erzählt Heinz Lücking, stellvertretender Vorsitzender des Osnabrücker Bonsaiclubs, verschmitzt.
Lücking pflanzt als erfahrener Bonsai-Züchter gleich mehrere Bäumchen in eine Schale. Auf diese Weise zaubert er sich seine kleinen Waldlandschaften, die die Besucher der Bonsaitage nun auch bestaunen konnten.
Reinhard Neumann, seit 1995 Mitglied im Bonsaiclub, besitzt unter anderem auch einen Apfelbaum in Bonsai-Form. " Die Äpfel sind klein wie Kirschen", beeindruckt er seine Zuhörer. Die Klubmitglieder sollen sogar schon einmal in den Genuss von Calvados, gebrannt aus den Bonsai-Äpfeln, gekommen sein, berichten Lücking und Neumann und lachen.
Die gute Stimmung unter den Bonsai-Fans war vor allem im Kaffee-und-Kuchen-Zelt zu spüren, wo man sich, gemütlich rund um den Tisch sitzend, über das kreative Hobby austauschte.
Stefan Wellmeier ist Dachdecker, Hobbygärtner und seit drei Jahren auch großer Bonsai-Fan. 15 dieser Pflanzen wachsen auf seinem Balkon in Rheine. Von dort reiste er extra zur Ausstellung an. " Kreativität ist gefordert, wenn man die Bäume nach eigenen Vorstellungen gestaltet, und das mag ich so an diesem Hobby", schwärmt er. Auf der Ausstellung in der Baumschule Trentmann gab es neben jedem Bonsai eine kleinere Beistellpflanze wie Erdbeeren, Gräser oder Waldkräuter zu entdecken. " Das geht zurück auf die japanische Tradition", erklärt Klubmitglied Jürgen Witte. In Japan ist der Bonsai oft Teil des Hausaltars, des Tokonoma, auf dem immer auch eine weitere, der Jahreszeit entsprechende Pflanze steht. Für das Auge eines Kenners waren nicht nur die Bonsais, sondern auch deren Schalen interessant. Speziell vom Holzbrandkünstler angefertigt, sollen sie mit der Ästhetik des Baumes perfekt harmonieren - ein Augenschmaus für alle Bonsai-Liebhaber.
Autor:
Carolin Hlawatsch


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