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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein riesiges Bühnenbild für die Bären
Zwischenüberschrift:
"Kajanaland" heißt die neue nordische Tierwelt im Zoo Osnabrück - Eröffnung am 7. Juli
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Blick auf die Baustelle: Zwischen den gestalteten Felswänden bekommen die Bären ihr neues Zuhause.Fotos: Jörn Martens

Osnabrück. Konzentriert hocken zwei Arbeiter auf einem Gerüst und modellieren mit Spachteln aus noch feuchtem Putz Felsen. Die nachempfundene Gesteinsformation bildet die Kulisse für das Bärengehege in der neuen nordischen Tierwelt im Osnabrücker Zoo. Am Donnerstag, 7. Juli, wird " Kajanaland" offiziell eröffnet.

Von Magdalena Hilgefort - Noch wird im Zoo emsig gearbeitet. Vor den Augen der Besucher entsteht eine Taiga-Landschaft, die mit der tatsächlichen natürlichen Beschaffenheit möglichst identisch sein soll. Blickfang ist das Felsmassiv. Es umschließt ein Tal, in das die beiden Bärenzwillinge Tips und Taps bis zur Eröffnung umsiedeln werden.
" Alles soll so aussehen, als wäre es hier vor Ort entstanden und gewachsen", erklärt Detlef Gehrs, Gestalter der Anlage. " Es ist quasi ein riesiges Bühnenbild." Das schließt auch einen Wasserfall ein, der sich in das Schwimmbecken der Bären ergießen wird.
Uwe Thürnau ist " Wildlife Artist" und Spezialist für Kunstfelsen. Er erklärt die besondere Machart. Nach der Zeichnung von Gehrs wurden zunächst einfache Betonwände errichtet, in die Eisenanker gesetzt wurden. Dann wird ein grobes Gerüst geschweißt, das mit einer Art Drahtgeflecht übermantelt wird. Auf dieses Geflecht wird Putz gespritzt, der schließlich in reiner Handarbeit zu verwitterten Felsen modelliert wird.
Noch haben die Arbeiter ein gutes Stück Felsenwand vor sich. Und auch der bis zu sechs Meter hohe und insgesamt 230 Meter lange Höhenpfad, der in einem Rundweg um die gesamte Anlage führen wird, ist noch nicht ganz fertig. Von ihm aus sollen die Besucher jeden Winkel von " Kajanaland" und seine Bewohner betrachten können. 2, 7 Millionen Euro sind für den Umbau der alten Bärenanlage und der umliegenden Areale veranschlagt.
" Kajanaland" ist übrigens kein Fantasiewort. In Finnland gibt es eine Landschaft mit dem Namen Kainuu. Dort sind viele der Tiere beheimatet, die auch in der neuen Anlage ihr Zuhause finden werden. " Auf Schwedisch heißt die Region Kajanaland", erklärt Lisa Simon, Pressereferentin des Zoos.
So bekommen Tips und Taps als neue Nachbarn Rentiere und Wisente, die auf dem Höhenplateau der Anlage grasen werden. Außerdem bevölkern bald Waschbären, Vielfraße, Luchse, Nerze und Silberfüchse die nordische Tierwelt. Besucher können sie pünktlich zum Beginn der Sommerferien in Niedersachsen ab dem 8. Juli erleben.
Autor:
Magdalena Hilgefort


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