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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Autofreien Sonntag abgelehnt
Zwischenüberschrift:
"Nicht Aufgabe der Verwaltung"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Tag ohne Auto. Eine Stadt, die einen Tag nur den Menschen gehören soll: Was die Grünen als " Ausdruck der Lebensfreude" und Werbung für " die Stadt der Zukunft" begreifen, ist für CDU und FDP " Zwangsbeglückung" und für den Oberbürgermeister " ein Rezept von gestern".

Von Wilfried Hinrichs - Einen freiwilligen autofreien Sonntag wie in Hannover oder Oldenburg wird es in Osnabrück nicht geben. Die Grünen und die UWG scheiterten in der Ratssitzung mit jeweils eigenen Anträgen an der Mehrheit aus SPD, CDU und FDP.
Nach dem Vorschlag der Grünen sollte die Verwaltung ab Frühjahr 2012 jährlich einen autofreien Sonntag in Osnabrück organisieren. Der Tag solle " zur Leistungsschau städtischen Lebens" werden, sagte Jens Meier (Grüne). Vereine und Verbände sollten animiert werden, den Tag mitzugestalten, Straßen in Spielzonen verwandelt und für Volksfeste gesperrt werden. Die Stadtwerke sollten " attraktive und preiswerte Angebote" schaffen.
Die UWG wollte noch mehr: den autofreien Werktag. Nils Peters sagte, die Stadt habe Probleme mit Lärm, Staus, Abgasen und Parkflächen. Aber diese Probleme träten an den Werktaten auf. Deshalb sei es naheliegend, an einem Werktag zum Verzicht auf das Auto aufzurufen.
Der Verwaltungsaufwand sei viel zu groß, konterte Fritz Brickwedde (CDU). Die Stadt Hamburg habe gerade den im Juni geplanten autofreien Tag aus Kostengründen abgesagt. Hamburg spare dadurch 375 000 Euro. Brickwedde las aus dem Antrag der Grünen auch eine " autokritische Attitüde", die er nicht akzeptieren wolle: " Wir können stolz und froh sein, dass Osnabrück wieder eine Autostadt ist", sagte Brickwedde. Burkhard Jasper (CDU) erinnerte daran, dass das Auto für Ältere und Behinderte " einen Gewinn an Freiheit" bedeute.
Ulrich Hus (SPD) findet den Ansatz der Grünen richtig, lehnt den Weg aber ab: Es könne nicht Aufgabe der Verwaltung sein, einen autofreien Tag zu organisieren. Der Impuls müsse aus der Bürgerschaft kommen - " aber den sehe ich nicht".
Hannover erklärt den kommenden Sonntag für autofrei. 150 Verbände, Vereine, Künstler, Unternehmen und Organisationen gestalten das Programm, bei dem Klimaschutz und umweltfreundliche Mobilität im Mittelpunkt stehen. Es ist das vierte Mal, dass Teile der Innenstadt für dieses Fest für Kraftfahrzeuge gesperrt werden. Oldenburg will im September 2012 einen autofreien Tag veranstalten.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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