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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kundenansturm auf das neue Kaufhaus Hertie
Zwischenüberschrift:
Der "Grüne Jäger" - nicht nur zum Feiern eine gute Adresse
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Für jeden Osnabrücker unverkennbar: das Gebäude der Gaststätte " Grüner Jäger". Foto: Archiv

ek OSNABRÜCK. In der vergangenen Woche hatten wir ein Bild der Traditionsgaststätte " Grüner Jäger" aus den 50er-Jahren vorgestellt. Annette Rose hat 1960 für ein Jahr dort gearbeitet und gewohnt. Sie berichtete uns telefonisch, dass man dort nicht nur gut feiern, sondern auch in angenehmer Atmosphäre arbeiten und wohnen konnte. Damals kümmerte sie sich gemeinsam mit dem Wirt Walter Kahle und dessen Frau um das leibliche Wohl der Gäste. Ihre Arbeitszeiten waren in der Regel von 14.30 bis drei Uhr. Lediglich einmal in der Woche während des Wochenmarkts am Ledenhof musste sie auch vormittags arbeiten und die Marktbeschicker mit Speisen und Getränken versorgen.
Aus der Perspektive des Gastes schrieb uns H. ST.: " Ich kenne den , Grünen Jäger? noch aus den 60er-Jahren und habe dort oft am Stammtisch freitags als Gast beim ? Flurverein? teilgenommen. Dabei trafen sich Osnabrücker Geschäftsleute und deren Freunde auf dem Flur und der Treppe rechts neben der damaligen Theke. [. . .] Man stand im Flur oder saß auf der Treppe, die als Aufgang zum oberen Saal führte, trank das Feierabendbier und unterhielt sich über die Osnabrücker Geschäftswelt."
OS-Nachbarin Ursula Grothues läutete im " Grünen Jäger" gerne gemeinsam mit Kollegen das Wochenende ein: " Als ich 1973 von Köln nach Osnabrück gekommen bin, hatte gegenüber vom , Grünen Jäger? ? terre des hommes? noch seine Verwaltung. [. . .] Freitags nach Feierabend ging man dann oft noch mit den Kollegen [. . .] in den , Grünen Jäger?[. . .]."
Das aktuelle unbekannte Foto zeigt das ehemalige Hertie-Gebäude am Neuen Graben am Tag der Eröffnung, am 15. November 1963. Das Interesse war so groß, dass Polizisten den Passantenstrom auf dem Neumarkt regeln mussten. 23 Jahre später folgte dann die Hiobsbotschaft: Der Hertie-Vorstand verkündete die Schließung der Filiale zum 30. Juni 1986. Es folgten Demonstrationen, denen sich auch führende Kommunalpolitiker anschlossen. Leider ohne Erfolg.
Können Sie sich an die Eröffnung von Hertie 1963 erinnern? Haben Sie vielleicht sogar in dem Gebäude gearbeitet oder noch besondere Erinnerungen an die Warenpräsentation? Haben Sie an den Protesten gegen die Schließung teilgenommen? Erzählen Sie uns Ihre Geschichten und Erinnerungen auf OS-Nachbarn.de.

Autor:
ek


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