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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn vom Kirchturm Steine fallen
Zwischenüberschrift:
Sanierung geht in nächste Phase
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Nord- und Westseite der Katharinenkirche werden derzeit eingerüstet. Grund: Der mittelalterliche Kirchturm stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Foto: Klaus Lindemann

Osnabrück. An der Nord- und Westseite des Turms der Katharinenkirche wird derzeit ein Baugerüst aufgebaut, um nötige Restaurierungsarbeiten vorzunehmen. Erst 2009 waren die Süd- und Ostflanke des höchsten Osnabrücker Kirchturms in ein Gerüst gehüllt worden. Bis zum Frühjahr 2012 wird der mittelalterliche Turm nun weiter restauriert, erst dann besteht wieder freie Sicht auf alle Seiten.

Von Jörg Sanders - Mit den nun begonnenen Restaurierungsarbeiten wurde der zweite Bauabschnitt an der Außenfassade des Turms eingeläutet. Damit verzögert sich dieser Abschnitt erheblich, denn die Baumaßnahme sollte bereits im letzten Jahr vollständig abgeschlossen sein. " Wir wollten eigentlich schon viel eher anfangen", sagt Ralf Finkemeyer vom Amt für Bau- und Kunstpflege der evangelischen Landeskirche. Grund für die Verzögerung seien Finanzierungsschwierigkeiten gewesen, erklärt er. Die Landeskirche konnte im letzten Jahr nicht die für die Restaurierung nötigen Mittel zur Verfügung stellen, da sie andernorts dringender gebraucht wurden.
Darüber hinaus verschob sich der Beginn der Arbeiten in diesem Jahr durch einen brütenden Wanderfalken. So können sämtliche Restaurierungsmaßnahmen statt Ende dieses Jahres, wie ursprünglich geplant, erst im Frühjahr des kommenden Jahres abgeschlossen werden.
Auf welche Kosten sich der zweite Bauabschnitt belaufen wird, ist derzeit nicht absehbar. " Erst vor Ort ist erkennbar, welche Steine ersetzt werden müssen", so Finkemeyer. Die Landeskirche trägt den größten Teil der Kosten. Der Kirchenkreis beteiligt sich mit 50 000 Euro.
Die Kosten des ersten Bauabschnitts im Jahr 2009 beliefen sich auf insgesamt 577 500 Euro, die ebenfalls zum größten Teil von der Landeskirche getragen wurden. " Das waren mehr Kosten als geplant", erklärt Finkemeyer und verweist auf die Vielzahl der damals zu ersetzenden Sandsteine.
Hintergrund: In der Vergangenheit hatten sich wiederholt Steine aus den Türmen gelöst und waren in die Tiefe gefallen. Schuld ist das Baumaterial: Das Gebäude besteht aus Schilfsandstein - von Experten auch als " Blätterteigstein" bezeichnet. Trotz der harten Oberfläche ist das Material sehr anfällig für Frost und andere Witterungseinflüsse. Der Sandstein lässt sich durch chemische Prozesse nicht konservieren, sodass aktuell und auch zukünftig einzelne Steine entweder durch eine mineralische Verschleißschicht geschützt oder gänzlich ersetzt werden müssen.
Autor:
Jörg Sanders


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