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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Tausendsassa bei der Wasserversorgung
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Feuerwehrleute testen neues System am Mittellandkanal in Bramsche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bramsche/ Osnabrück. Viel Wasser in möglichst kurzer Zeit bei Großbränden an einen Ort zu bringen oder bei Überflutungen von einem Ort wegzuholen lautet bei vielen Einsätzen die Aufgabe der Feuerwehr. Am Mittellandkanal in Bramsche haben Osnabrücker Feuerwehrleute jetzt eine Einweisung in ein neues Löschwasserversorgungssystem bekommen, das ein wahrer Tausendsassa im Aufbau der Wasserversorgung ist.
Von Julia Kuhlmann - Aus einem Pumpen- und einem Schlauchmodul besteht das nagelneue System, von den Bedienern Superpumpersystem getauft, das die Berufsfeuerwehr Osnabrück jetzt ihr Eigen nennt. Blitzschnell kann das riesige Pumpenmodul abgeladen werden.
Von einem starken Schiffsdieselmotor wird eine Hydraulikpumpe angetrieben, die bis zu 8000 Liter Wasser pro Minute fördern kann. Mit einem Tempo bis zu 40 Stundenkilometern kann sich das große Fahrzeug mit dem Schlauchmodul bis zu eineinhalb Kilometer weit auf den Brandherd zubewegen, während sich der Schlauch hinter ihm entrollt, ohne dass jemand Hand anlegt. Mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern ist er dicker als gewöhnliche Feuerwehrschläuche.
Eine Mannschaft von acht Berufsfeuerwehrmännern und vier Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück-Neustadt hat diesen Vorgang jetzt am Mittelkanal ausgiebig trainiert. Geleitet wurde die insgesamt dreitägige Einweisung in die sogenannte AB-Löschwasserversorgung von zwei Mitarbeitern des niederländischen Herstellers, die Feuerwehrleute auf der ganzen Welt mit dieser Art der Wasserversorgung vertraut machen.
Exakt das Modell, das jetzt am Mittellandkanal in Bramsche getestet wurde, arbeite zurzeit beispielsweise am havarierten Katastrophen-Atomkraftwerk im japanischen Fukushima, berichtete Jasper van Selm von der Firma Hytrans. Auch bei Großbränden in Raffinerien werde es eingesetzt.
Jan Südmersen, Sprecher der Berufsfeuerwehr Osnabrück, und seine Kollegen haben beim Hochwasser in Osnabrück im vergangenen Spätsommer auch schon Erfahrung mit dem effizienten System gemacht - damals kam die Einheit allerdings noch aus Emden. Ab sofort kann die Osnabrücker Feuerwehr auf ihren eigenen Superpumper zurückgreifen, wenn es darum geht, große Distanzen bei der Wasserversorgung oder dem Abtransport von Wasser zu überwinden. Die Schnelligkeit, mit der die Wasserversorgung aufgebaut werden konnte, und der hohe Druck, mit dem das Wasser über einen Kilometer entfernt von der Entnahmestelle ankam, riefen bei der Einweisung am Mittellandkanal Begeisterung hervor.
Schließlich würden beim konventionellen Aufbau der Wasserversorgung von Hand über eine solche Strecke mindestens sechs Pumpen gebraucht, dazu auch viel mehr Personal. Druckverlust ließe sich dennoch nicht vermeiden. Die starken Fontänen, mit denen das Wasser bei der Einweisung nun aus drei Wasserwerfern wieder in den Kanal schoss, waren weit sichtbar. In Osnabrück wird das neue Löschwasserversorgungsfahrzeug im Doppel mit einem Großtanklöschfahrzeug im Einsatz sein, dessen leistungsstarke Wasserwerfer das Wasser dann abgeben.
Autor:
Julia Kuhlmann


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