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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wo ist eigentlich der Schäferbrunnen?
Zwischenüberschrift:
Bauarbeiten am Rosenplatz dauern an - Wasserspiel kehrt 2012 zurück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Derzeit wird der Rosenplatz in Osnabrück umfangreich umgestaltet, die Bauarbeiten dauern an. Eine Leserin stellte nun die Frage: Wo ist eigentlich der Schäferbrunnen?
Laut Jürgen Schmidt vom Osnabrücker Straßenbauamt befindet sich der Brunnen derzeit zur Aufarbeitung in der Restaurierungswerkstatt Paetzke in Hörstel - einem " Spezialisten für Sandstein", wie Schmidt versichert. Dort werden die Wasserleitung des Brunnens repariert sowie Beschädigungen am Sandstein aufgearbeitet. Feinheiten am Brunnen werden ebenfalls korrigiert. Was die Restaurierung kosten wird, ist derzeit noch offen, jedoch " sicherlich kein Vermögen", so Schmidt. Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen am Rosenplatz stellt die Stadt den Schäferbrunnen Anfang 2012 um wenige Meter versetzt wieder am Rosenplatz auf.
Der Schäferbrunnen blickt inzwischen auf eine über hundertjährige Geschichte zurück. 1904 wurde er am Rosenplatz errichtet. Anfangs trug der Brunnen eine Kupferskulptur des Bildhauers Lukas Memken aus Herßum im Emsland - geformt nach dem damals noch lebenden Schäfer Heinrich Adolf Ströker, der seine Schafe in Gretesch und Voxtrup weidete. Daher ist der Schäferbrunnen auch als Strökerbrunnen bekannt, der den " Guten Hirten" symbolisiert. Ströker wurde überdies vom Osnabrücker Maler Franz Hecker gemalt, der 1944 im Krieg durch eine Bombe starb und kurz zuvor die Justus-Möser-Medaille erhielt.
Im Zweiten Weltkrieg schmolzen die Nationalsozialisten die Kupferstatue des Schäferbrunnens zu Kriegszwecken ein. Nach Kriegsende schuf der Osnabrücker Bildhauer Georg Hörnschemeyer einen neuen Hirten aus Sandstein. Seine Signatur sowie das Datum von 1950 sind noch heute im Stein erkennbar. Nun bekommt der Brunnen eine kosmetische Korrektur.
Die Bauarbeiten am Rosenplatz selbst werden noch bis zum Frühjahr 2012 andauern. Die dann farbige Fahrbahn rückt weiter in die Mitte und wird einspurig. Dafür werden die Seitenstreifen auf sieben Meter verbreitert. Anschließend wird mit der Gestaltung des Rosenplatzes begonnen, der dann zum Verweilen einladen soll. Ziel der Umbauarbeiten ist es, dass der Rosenplatz dann auch mehr als Platz denn als Straße wahrgenommen wird.

Bildtext:

Der Rosenplatz wird derzeit umgestaltet. Anschließend kehrt auch der Schäferbrunnen zurück.

Foto:

Gert Westdörp
Autor:
yjs


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