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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Verborgene Schätze ans Licht geholt
Zwischenüberschrift:
Ausstellung in St. Johann, im Diözesanmuseum und im Kulturgeschichtlichen Museum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Dieser Mai dürfte den Osnabrückern als ein wahres Kultur-Feuerwerk in Erinnerung bleiben. Nach EMAF und Nussbaum wird heute die nächste Stufe gezündet: Um 17 Uhr eröffnet Stadtdechant Hermann Wieh die Ausstellung " 1000 Jahre St. Johann".
Im Jahr 1011 gründete Bischof Detmar das Kollegiatsstift St. Johann. Aus Anlass der 1000-Jahr-Feier der Dom-Filiale in der Neustadt wurde die Ausstellung sozusagen selbdritt konzipiert. Neben der Schatzkammer St. Johann haben das Diözesanmuseum und das Kulturgeschichtliche Museum jeweils eigene Ausstellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten ausgearbeitet, die aber als gemeinsamen Bezugspunkt das Johannis-Jubiläum haben. Die Leiter der drei Einrichtungen gaben in einem Vorgespräch einen Ausblick auf das, was die Besucher erwartet.
In der Schatzkammer von St. Johann hat Jutta Gladen vom Diözesanarchiv die Ausstellung " Verborgene Schätze - Die Reliquien von St. Johann" eingerichtet. Einige der Reliquien sind so alt wie St. Johann, andere aus jüngerer Zeit, einige stammen aus Mainz oder Aachen, andere sind Gaben der Osnabrücker Domherren. Allen ist aber eines gemeinsam: Sie waren im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten und in einer Altarnische eingemauert. Erst vor 40 Jahren wurden sie wiederentdeckt. Eine neue klimatisierte Schauvitrine macht es möglich, die Kostbarkeiten im Rahmen dieser Ausstellung einer größeren Öffentlichkeit zu zeigen. Eingenäht in äußerst aufwendig hergestellte Seidenstoffe, belegen die teils sehr kleinen Reliquien den hohen Stellenwert, den sie für die Gläubigen besaßen. Nach allgemeiner Auffassung wurde durch die Reliquien die Gegenwart der Heiligen, von denen sie stammen, herbeigeführt. " Wir stehen noch am Anfang der Erforschung dieses Schatzes", sagte Gladen. Wichtig sei ihr, das " vielleicht etwas sperrige Thema" auch für Kinder verständlich zu machen. Für Schulklassen sind museumspädagogisch besonders vorbereitete Führungen vorgesehen.
Der Ausstellungs-Part des Kulturgeschichtlichen Museums unter dem Titel " In die Wüste gebaut" fokussiert auf die Baugeschichte von St. Johann. An vielen Beispielen und Modellen werden im Akzisehaus die Stilepochen erfahrbar gemacht, europäische Vorbilder und regionale Ausprägungen verdeutlicht. " Und was der Ausstellungsmacherin Hanna Dornieden ganz wichtig war: Immer wieder Möglichkeiten zum Anfassen, Begreifen, Erfahren - die Jugend soll Sakralbauten im urbanen Umfeld verstehen lernen", so Museumsdirektorin Eva Berger. Kunstgeschichtsstudenten der Universität erarbeiteten das Konzept gemeinsam mit Museumskuratoren, verschiedene Jugendhilfeeinrichtungen wie etwa die Belmer Integrationswerkstatt schufen Modelle.
Die Ausstellung im Diözesanmuseum titelt " Typisch Bischof. Detmar von Osnabrück und die Gründung des Stiftes St. Johann". Hermann Queckenstedt und sein Team gehen der Frage nach, inwieweit die Gründung eines Stiftes quasi zum guten Ton für einen Bischof der damaligen Zeit gehörte. Der Blick richtet sich auf das Verhältnis der Bischöfe zu Kaiser Heinrich II. Die Ausstellungen sind bis 31. Juli (St. Johann), 30. Oktober (Diözesanmuseum) und 13. November (Akzisehaus) geöffnet. Das Dreier-Kombi-Ticket kostet 5 Euro, der Einzel-Zugang 2, 50 Euro. Infos zu Öffnungszeiten und Führungen: Tel. 05 41/ 350-630 (St. Johann), 05 41/ 318-481 (Diözesanmuseum), 05 41/ 3 23-22 07 (Kulturgeschichtliches Museum).

Bildtext:

Erst vor 40 Jahren wiederentdeckt: Reliquiensammlung in der Schatzkammer St. Johann. Hermann Wieh, Hermann Queckenstedt und Jutta Gladen (von links) begutachten die wertvollen Stücke in der neuen Ausstellungsvitrine.

Fotos:

Pentermann
Autor:
Joachim Dierks


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