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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Flexibel auf Energie-Fragen reagieren
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Für Manfred Hülsmann ist es eine nüchterne Rechnung: " Was brauchen wir eine eigene Forschungsabteilung, wenn wir die Hochschule vor Ort haben?", fragt der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke. Zumal, so fügt er hinzu, das Unternehmen für so eine Abteilung ohnehin zu klein sei.
Kurz darauf unterzeichnen er und Hochschulpräsident Prof. Andreas Bertram den Kooperationsvertrag - und besiegeln damit den Aufbau eines Kompetenzzentrums Energie. Sein Ziel soll es sein, das Fachwissen beider Partner zum Thema Energie zu bündeln und Fragen zur Energieversorgung zu lösen.
Klaus Siedhoff, Energiechef der Stadtwerke, erläutert ein Beispiel: In manchen Privathaushalten wird Energie dezentral über kleine Solaranlagen und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) produziert. Doch wie kann diese Energie so zusammengeführt werden, dass sie für die Regelversorgung so genutzt werden kann - also so, wie die in großen Anlagen produzierte Energie? Gerade hinsichtlich der KWK sei das ein aktuelles Thema. " Solche Fragen können im neuen Kompetenzzentrum bearbeitet werden", erklärt Siedhoff das Konzept.
Weitere Themen sind der Aufbau eines intelligenten Stromnetzes - neudeutsch " smart grid" - und die Elek tromobilität. " Hier geht es zum Beispiel um die Reduktion des Schadstoffausstoßes vor Ort oder um die Nutzung der beim Bremsen entstandenen Energie", ergänzt Dr. Stephan Rolfes, Vorstand Verkehr und Hafen der Stadtwerke.
Im Zentrum arbeiten Forscher der Hochschule und Mitarbeiter der Stadtwerke zusammen, zugleich können Studenten in die Arbeit einbezogen werden. " Sie machen hier wichtige Praxiserfahrungen mit aktuellen Themen", betont Bertram und denkt dabei nicht nur an angehende Ingenieure, sondern auch an Wirtschaftswissenschaftler. Denn wie eine Lösung kalkuliert wird, ob sich die Umsetzung lohnt und wie sie vermarktet wird, sei ebenso wichtig wie Technik.
Nicht nur aufgrund der aktuellen Debatte zur Energiewende sei es von großer Bedeutung, praxisorientierte Lösungen zu entwickeln, hebt Bertram hervor.
Das Kompetenzzentrum biete die Möglichkeit, Forschung, Lehre und Praxis eng miteinander zu verbinden, meint Prof. Peter Seifert, der Leiter der hochschuleigenen Science to Business GmbH, die das Zentrum betreiben wird. Diese Organisationsform ermögliche es, flexibler auf Anfragen zu reagieren, als es einer Hochschule möglich sei, erläutert Seifert.
Den Stadtwerken kommt das entgegen: Ihr Ziel sei es, neue technologische Entwicklungen voranzutreiben und so frühzeitig Markttrends nutzen zu können, betont Rolfes. Zugleich könne das Unternehmen potenzielle Mitarbeiter kennenlernen. Und geplant sei, künftig weitere Unternehmen der Region in das Kompetenzzentrum einzubinden.

Bildtext:

Hochschule und Stadtwerke bauen Kompetenzzentrum auf
Bei der Unterschrift für das Kompetenzzentrum: (vorne, v. l.) Manfred Hülsmann und Prof. Andreas Bertram, (hinten von links) Dr. Stephan Rolfes und Prof. Peter Seifert.

Foto:

PR
Autor:
Marie-Luise Braun


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