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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Große Kunst macht Schule
Zwischenüberschrift:
Realschüler eröffnen Ausstellung mit eigenen Werken
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wahlpflichtkurs klingt nicht gerade nach etwas, das man gerne macht. Das gilt aber nicht für den im Fach Kunst der Erich- Maria-Remarque-Realschule in der Wüste. Davon zeugt eine Ausstellung von Werken, die 22 Schüler der 9. und 10. Klasse mit viel Leidenschaft gemalt haben.
Zwar hätten nicht alle von Beginn an den Mut gehabt, große und teure Leinwände zu benutzen, wie Kunstlehrerin Ingrid Hanneken erzählt. Mit zunehmender Gestaltungsfreiheit sei aber das Selbstbewusstsein gewachsen. Vor der eigenen Kreativität stand aber erst das Erlernen der handwerklichen Grundlagen. Unterschiedliche Gestaltungstechniken wie Pinseln, Spachteln, Wischen und Auswaschen gehörten ebenso dazu wie das Aufziehen der Leinwand auf den Rahmen und das Aufhängen. Nach einem Jahr sind die Ergebnisse mit dem Titel " Impressionen - Auf den Wegen der modernen Malerei" zu sehen.
Neben klassischen Stilübungen in Form von Landschaftsmalereien oder floralen Stillleben durfte beim dritten Themenkomplex " Wasserwelten" ausgiebig experimentiert werden, um " ein abstraktes Verständnis der Malerei in die Köpfe hineinzubekommen", so Hanneken.
Vieles blieb dabei zwar dem Zufall überlassen. Das dann aber ganz bewusst. Denn " Zufallstechniken" dienten vielen Schülern dazu, ihrem Werk eine ganz eigene Note zu verleihen. So hat etwa Jennifer Schlütter ihr Bild " Die Berge des Meeres" kurzerhand auf den Kopf gestellt, damit die dünnflüssige Farbe verläuft und eine " echte" Unterwasser-Optik entsteht. Marco Spindler hat hingegen für seine improvisierte " Feuerblüte" die Farbe " etwas dicker aufgetragen" und " zum Spachteln EC-Karten benutzt".
So macht nicht nur die Schule große Kunst, sondern umgekehrt auch die große Kunst Schule. Und zwar in der Schule für die Schule. Denn ganze 30 Exponate aus dem ebenso engagierten wie erfolgreichen Kurs werden in den Fluren der Realschule so lange hängen bleiben, bis der Nachfolgekurs in die Fußstapfen der jugendlichen Künstler tritt. Und die sind ebenso groß wie großformatig.
Sogar eine ganze Wand haben drei Schüler vier Monate lang als Gemeinschaftsarbeit gestaltet. Dabei war zwar die Vorgabe, diese im Hundertwasser-Stil zu bemalen. Doch schon bald merkte die Gruppe, dass sie doch lieber " ihr eigenes Ding machen" wollten, wie Cai Ellrich es ausdrückt. Herausgekommen ist dabei ein buntes Wandgemälde, auf dem es viele liebenswerte kleine Details zu entdecken gibt.
Dieses Werk wird wohl für immer in der Schule bleiben, während andere mit nach Hause genommen oder verschenkt werden. Dass man mit Kunst auch Geld verdienen könnte, erlebte so mancher Schüler hautnah, als Gäste sich auf der Vernissage nach dem Preis ihres Bildes erkundigten.
Vor allem die Möglichkeit, auf großen Flächen etwas unübersehbar Großes zu schaffen, diente vielen Schülern des Kunst-Kurses als Motivation, sogar außerhalb der regulären Unterrichtszeit an ihren Werken weiterzuarbeiten, berichtet Hanneken.

Bildtext:

Blütenzauber: Sarah-Louise Crowe und Hassan El Hage (links) erläutern ihre Bilder.

Foto:

Hermann Pentermann
Autor:
mali


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