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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Johannisstraße verkommt zu einer Bus-Trasse
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Jetzt soll es am Neumarkt schnell gehen" (Ausgabe vom 16. April).
" Nachdem jahrelang Stillstand beziehungsweise Rückschritt in der Gestaltung des Neumarktes herrschte, scheinen sich die Ereignisse nun zu überschlagen. Herr Brickwedde (CDU) und jetzt auch Herr Pistorius haben konkrete Lösungen parat. Ob Einkaufszentrum nun lieber nicht oder wenn doch, wie groß darf es denn sein, um sensibel genug in die städtebauliche Landschaft hineinzupassen?
Selbst die Krahnstraße mit ihrer Interessenvertretung macht sich hier schon, ganz objektiv und uneigennützig natürlich, so ihre Gedanken. Herr Rauschen von L + T und Herr Mix als sein OMT-Mitstreiter werden sicherlich bald Meinungsbilder präsentieren, die auf jeden Fall die in ihrem Sinne bestehenden Kaufmannschaftsstrukturen nicht tangieren und natürlich nur zum Allgemeinwohl der städtebaulich gesunden Entwicklung sind. Der Oberlandesgerichtspräsident bekommt endlich den hässlichen Bussteig vor seiner frisch renovierten Treppe weg. Die Investoren des neuen Komplexes an der Hase werden mit einem neu gestalteten Platz, natürlich mit Aufenthaltsqualität, belohnt, und ein weiteres Gebäude vor H & M sorgt für eine neue sogenannte Raumkante.
Alles wird gut, und das [. . .] ermöglicht durch den Wegfall der Rampe (Zugang Neumarkttunnel) in der Johannisstraße, der dann Platz schafft für einen neuen Bussteig. In all diesen Überlegungen scheint die südliche Innenstadt mit ihrer natürlichen Zuwegung durch die Johannisstraße keine Rolle zu spielen. Ein Bussteig an dieser Stelle wirkt wie ein Korken, der die gesamte Johannisstraße von der Großen Straße trennt. Bussteig, einfahrende und ausfahrende Busse würden die Johannisstraße [. . .] zu einem Randgebiet der Innenstadt erklären. Die ? neue Mitte? wäre endgültig durchgedrückt.
Der ursprüngliche Gedanke, die Johannisstraße als Teil der Innenstadt beziehungsweise Verlängerung der Großen Straße in die südliche Innenstadt bis hin zum Rosenplatz zu betrachten, wäre verworfen. Durch eine höhere Busfrequenz würde die Johannisstraße zur Bustrasse verkommen, die ihren Besuchern keine Einkaufsqualität mehr bieten kann. Zur Sicherheit der Passanten werden dann wohl die Bürgersteige wieder hochgezogen. Dies hat nichts mit einer von anderen Interessengemeinschaften eingeforderten sensiblen Stadtentwicklung zu tun. Diese Interessengruppen melden sich ja schon zu Wort, wenn es um eine städteplanerische Überlegung geht, die weit weg von ihrem eigentlichen Standort ist. Hier melde ich mich als Kaufmann, ansässig in dritter Generation in der betroffenen Straße. Diese Busverkehrsplanung wäre die - von anderen oftmals zitierte - ? Vergewaltigung?, nur diesmal der Johannisstraße und der südlichen Innenstadt."

Bildtext:

Die größte städtebauliche Herausforderung für die Verantwortlichen in Osnabrück: der wenig repräsentative Neumarkt.

Foto:

Gert Westdörp

Agenda-21-Vorschläge
" Das jetzige Gerangel bezüglich Neumarkt-Umgestaltung verstehe ich nicht: Seit 1996 haben wir von der Agenda 21 wegen der notwendigen Platzsanierung sinnvolle Vorschläge gemacht. Ein Bürgergutachten ergab, dass 80 Prozent der Beteiligten den Platz verkehrsfrei haben möchten. Wesentlicher Aspekt ist, dass die Neustadt wieder besser an die Nordstadt angebunden wird. Aufenthaltsqualität auf dem Platz sucht man bei den jetzigen Planungen vergeblich. Wie auch, bei drei verbleibenden Fahrspuren?
Das vorgesehene Gebäude vor H & M sollte zugunsten des Einkaufszentrums [. . .] entfallen. Mittelfristiges Ziel muss ein Neumarkt ohne Autoverkehr sein. Bis dahin könnte kurzfristig eine Shared- Space-Zone (alle Verkehrsteilnehmer haben dieselben Rechte) eingerichtet werden. Es wäre wünschenswert, den Tunnel als Fahrradparkhaus zu nutzen. Hierfür müsste die Rampe [. . .] allerdings erhalten werden. Bushaltestellen kann man sicher noch an anderer Stelle einrichten. Die Größe des neuen Shoppingcenters auf der Südseite ist eigentlich sekundär, wenn denn überhaupt einmal angefangen würde! Auf jeden Fall muss ausreichend Platz für die [. . .] Stadtbahn über den Neumarkt vorgesehen werden. Die Johannisstraße sollte bis zur Johanniskirche als Fußgängerzone, wie die Große Straße, ausgebaut werden."

Bildtext:

Die größte städtebauliche Herausforderung für die Verantwortlichen in Osnabrück: der wenig repräsentative Neumarkt.

Foto:

Gert Westdörp
Autor:
Stephan Meyer
 
Rolf Brinkmann


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