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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Fast 300 000 Euro und 1000 Tonnen Klimagas gespart
Zwischenüberschrift:
Auszeichnung der zehn am ersten Osnabrücker Ökoprofit-Projekt beteiligten Unternehmen in der DBU
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Vor gut einem Jahr ging es los. Gestern wurden die zehn Osnabrücker Unternehmen, die sich am ersten Osnabrücker Projekt " Ökoprofit" beteiligt haben, im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. Die Gesamtbilanz der Teilnehmer-Betriebe nach einem Jahr: Einsparungen bei den Betriebskosten in Höhe von 285 000 Euro jährlich bei einer Investition von rund 640 000 Euro. Dadurch verringerte sich allein der Ausstoß des Treibhausgases CO2 um rund 1000 Tonnen jährlich. Außerdem verminderten die Firmen ihre Abfallmengen, den Wasser- und Rohstoffverbrauch.
Allein aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei das Ergebnis in Ordnung, urteilte Johannes Auge, Geschäftsführer der Baum-Consult Hamm, die das Projekt beratend begleitete. Die beteiligten Firmenvertreter hätten nach anfänglicher Skepsis den Nutzen ihres Einsatzes erkannt und motiviert und erfolgreich mitgearbeitet. Eine Erfahrung aus dem vergangenen Ökoprofit-Jahr: Wichtig ist erstens, die Mitarbeiter bei allen Neuerungen mitzunehmen. Nützlich ist zweitens die firmenübergreifende Kooperation. Hier profitieren alle von Kompetenzen und Erfahrungen einzelner.
Beispiele, bei denen eine Sparidee durch ihre Einfachheit verblüfft: Berner Ladenbau hatte im Zuge des Projektes bedarfsgerechtes Ein- und Ausschalten der Hallenbeleuchtung eingeführt und die Mitarbeiter entsprechend informiert. Investition hier: rund 100 Euro. In der Produktion stellte das Unternehmen die Hallenbeleuchtung auf energieeffizientere T8-Leuchtstofflampen um. Die Kosten hierfür übernahm sogar der Vermieter. Insgesamt sparte Berner Ladenbau durch diese beiden Änderungen 3750 Euro. Oder die Anhebung der Serverraum-Temperatur von 18 auf 26 Grad. Hier ließ sich der Energieverbrauch für die Raumkühlung reduzieren (Zahlen liegen nicht vor). Nicht immer amortisieren sich Investitionen flott: L+ T zum Beispiel rüstete die Außenwerbung für 12 000 Euro auf LED-Technik um. Stromersparnis dadurch im ersten Jahr: 4600 Euro. Die Farüchoc Schokoladenfabrik investierte 200 000 Euro in ein Blockheizkraftwerk. Die effizientere Energienutzung entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch das Budget um 60 000 Euro pro Jahr.
Ökonomie und Ökologie sind also keine Gegensätze, wie auch Bürgermeister Michael Hagedorn bei der Auszeichnung der beteiligten Firmen betonte. Die Stadt habe Ökoprofit gerne unterstützt, weil das Engagement der Unternehmen das gleiche Ziel verfolge wie die Klimaschutzaktivitäten Osnabrücks. Die Firmen hätten den Umwelt- und Klimaschutz zur strategischen Aufgabe gemacht.
Peter Voss, Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland, war von vielen Ideen der Projektteilnehmer beeindruckt. Das Handwerk sei kompetenter Partner bei der Umsetzung der Energiesparideen in den Firmen. Der Kammerpräsident begrüßte, dass die Bundesregierung der Effizienzsteigerung eine Schlüsselrolle in der Energie-Politik zuweise.
DBU-Generalsektretär Fritz Brickwedde bestärkte die Unternehmer in ihrem Bestreben, energieeffizient zu wirtschaften: " Eines ist sicher: Energie wird teurer. Nicht nur aus politischen Gründen, sondern auch wegen der Verknappung." Deutschland sei vorne dabei, was die Entwicklung energieeffizienter Technologien angehe.
Brickweddes Musterbeispiel: die von einem mittelständischen Unternehmen entwickelte und von der DBU geförderte Induktionsheizung zur Metallverformung mit von einem deutschen Nobelpreisträger erforschten Supraleitern. Das Gerät braucht nur halb so viel Energie wie herkömmliche Maschinen.
Ökoprofit ist eine gemeinsame Aktion der Kommune, der örtlichen Wirtschaft und weiterer lokaler und regionaler Partner. Die österreichische Landeshauptstadt Graz entwickelte das Konzept Anfang der 90er-Jahre. In Osnabrück lag die Federführung für das Projekt in den Händen des Centrums für Umwelt und Technologie Osnabrück (C·U·T·), das von der Wirtschaftsförderung Osnabrück im Auftrag der Stadt Osnabrück betrieben wird.

Bildtext:

Teilnehmerauszeichnung in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Foto:

Elvira Parton
Autor:
swa


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