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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lecker kochen mit Sarah Wiener
Zwischenüberschrift:
Fernsehköchin Sarah Wiener und Umweltstiftung vermitteln Kunst der gesunden Küche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Pizza! Spaghetti! Pfannkuchen!" rufen die Kinder, als Sarah Wiener nach ihren Lieblingsgerichten fragt. Die Köchin schmunzelt, denn solange diese Gerichte selbst zubereitet sind und auch anderes auf den Tisch kommt, findet sie das unproblematisch. Zum Auftakt eines Fortbildungsprojekts für angehende Erzieherinnen und Erzieher kam Wiener zur Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) nach Osnabrück.
Auf ihr eigenes Lieblingsgericht aus Kindertagen ist die gebürtige Österreicherin nicht eben stolz. " Griesbrei", gibt sie etwas gequält zu. Sie sei lange Vegetarierin gewesen, nachdem sie als Kind die Schlachtung einer Kuh gesehen hatte. " Und Griesbrei konnte ich selbst zubereiten, das war einfach", erläutert die Köchin für nachhaltige Lebensmittel.
So nennt sie sich selbst - und darum geht es auch in dem Projekt der Sarah-Wiener-Stiftung und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Bundesweit bieten sie zweitägige Fortbildungen für angehende Erzieherinnen und Erzieher an, wie auch an der Franz-von-Assisi-Schule und den Evangelischen Fachschulen Osnabrück.
Die Fachschülerinnen Sonja, Nadja und Janine waren bei der ersten Veranstaltung an den Berufsbildenden Schulen Melle dabei. " Wir haben gelernt, was in Nahrung drin ist, was Kinder brauchen und wie man Lebensmittel erklärt", zählt Sonja auf. Die drei jungen Frauen wissen jetzt, welche Lebensmittel besonders viele Zusätze enthalten. " Die können ja auch krank machen", ergänzt Nadja.
Janine fügt hinzu, dass sich durch die Schulung auch ihr eigenes Verhalten verändert habe: " Ich habe ein neues Bewusstsein, was Kochen wert ist." Dieses " gesunde Mistrauen gegenüber industriell hergestellten Lebensmitteln" ist es, das die Sarah-Wiener-Stiftung vermitteln möchte, erläutert Projekt- und Kursleiter Frank Rothe.
Beim Kochen gehe es nicht allein um das, was auf den Tisch kommt, betont Wiener. Wichtig seien auch das gemeinsame Zubereiten, die Mahlzeit in der Gruppe und eine schonende Produktion der Lebensmittel. Denn die wirke sich auf die Umwelt aus, ergänzt DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde. Wer auf regionale Produkte zurückgreift, der tue etwas für den Klimaschutz: So schlage ein Kilo Erdbeeren aus der Region mit nur elf Gramm des klimawirksamen Kohlendioxids zu Buche. Sind die Früchte aus Übersee importiert, sind es 325 Gramm. Auch die Zubereitung hat Folgen für die Umwelt. Für ein Kilo gekochte Kartoffeln sind 200 Gramm Kohlendioxid zu berechnen. Bei einem Kilo Pommes sind es 5700 Gramm.
Dass gesunde Lebensmittel auch noch gut schmecken, erfahren die Kinder und die Fachschüler in der Kantine der Umweltstiftung. 45 Kinder des St.-Barbara-Kindergartens und der Evangelischen Kita " Kleine Freunde, Große Freunde" aus Osnabrück sowie des Kindergartens St. Marien Melle bereiten das Menü zu, das sie am Ende verspeisen: Spätzle aus Buchweizenmehl, Salat aus Tomaten, Möhren, Blattsalat und Chicorée. Jonathan hat vorher schon eine tragende Aufgabe: Er verteilt an die Gäste Brote mit Tomatenfrischkäse, die er natürlich probiert hat. Deshalb weiß er jetzt: " Wenn du zu viele davon ißt, dann schmecken sie nicht mehr."
Informationen zu den Fortbildungen: www.sarah-wiener-stiftung.org.

Bildtext:

Spätzle aus Buchweizenmehl bereitet Sarah Wiener zusammen mit Kindergartenkindern in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zu. Die misstrauischen Blicke täuschen: Am Ende ist alles aufgefuttert.

Fotos:

Gert Westdörp
Autor:
Marie-Luise Braun


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