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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zarte Blüten, schroffe Felsen
Zwischenüberschrift:
Ein Spaziergang durch den Botanischen Garten am Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Lange hat es dieses Jahr gedauert, bis der Frühling gekommen ist. Aber jetzt strahlt die Sonne, die Temperaturen sind sommerlich, und die Blumen beginnen zu blühen. So soll es auch über die Ostertage bleiben. Verlockend ist dann ein Spaziergang durch den Botanischen Garten.
Wer nicht durch den Haupteingang an der Albrechtstraße geht, sondern das Tor an der Gutenbergstraße nimmt, landet direkt im Mitteleuropäischen Schluchtwald - zumindest haben die Gärtner diesen Bereich mit entsprechenden Pflanzen bestückt. Hier stehen Primeln mit gelben Blüten - wie die Waldprimel mit ihren hohen Stängeln und die Stängellose Schlüsselblume. Auf der anderen Seite des Weges reckt das Ausdauernde Silberblatt seine weißen Dolden in die Höhe.
Die lila und weißen Blüten des Finger-Lerchensporns sind bereits welk, dafür leuchtet um ihn herum ein Teppich aus weißen Buschwindröschen. Gleich nebenan schiebt die Stickende Nieswurz ihre Blüten ans Licht. Doch sie bestechen erst auf den zweiten Blick mit ihrer Schönheit, da sie grün sind. Wenige Schritte weiter folgen zahlreiche Pflanzen Eurasiens wie die Waldtulpe, die nachts ihre leuchtend gelben Blüten schließt, oder das Tränende Herz.
Besucher, die sich nun links halten, gelangen vorbei an blütenreichen Rhododendren in Rosa zum Steinbruch, der kürzlich eröffnet wurde. Hinter dem funktional gehaltenen Tunnel öffnet sich eine Welt, die am besten als " schroff" zu bezeichnen ist.
Hier gibt es nur wenige Blüten zu entdecken, dafür mahnen einige Schilder am Wegesrand vor Absturzgefahr, Steinschlag und dem Kontakt mit dem Riesenbärenklau, der bei Sonnenschein üble Verbrennungen zur Folge haben kann. Dazwischen weisen Tafeln auf Lebensräume hin wie den der Fledermaus oder das Totholz, das tatsächlich einige Tierarten beheimatet.
Öffnungszeiten über Ostern: Samstag, 14 bis 20 Uhr, Sonn- und Feiertage: 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Bildtext:

Mit seinen geschwungenen Wegen lädt der Botanische Garten zum Osterspaziergang zu Pflanzen aus aller Welt ein. Vorne sind die Gewächshäuser zu sehen, dahinter das Tropenhaus. Im Hintergrund rechts liegt der Steinbruch, der kürzlich eröffnet wurde.

Foto:

Luftbild: Gert Westdörp
Autor:
Marie-Luise Braun


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