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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Wunsch, so alt wie der Bürgerverein
Zwischenüberschrift:
Ostzugang zum Hauptbahnhof bleibt Zukunftsmusik für die Schinkelaner
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Auf einen Zugang von Osten in den Hauptbahnhof werden die Einwohner des Stadtteils Schinkel noch eine Weile warten müssen. Während der Mitgliederversammlung des Bürgervereins konnte Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Bauen der Stadt, jetzt wenig Hoffnung auf eine Änderung machen.
Wenn der Bürgerverein im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, trägt er eine ebenso alte Last auf seinen Schultern. Denn wie Heinrich Grofer, mit Carsten Friderici Vorsitzender des Vereins, der Versammlung zur Verwunderung aller mitteilte, sei der Wunsch nach einem östlichen Zugang seinerzeit einer der Auslöser für die Gründung des Bürgervereins gewesen.
Sind also manche Bretter zu dick, als dass sie gebohrt werden können? Nun, das wollte Schürings so nicht sehen. Vielmehr sprach er von der Chance eines Anfangs. Dann nämlich, wenn die Schellenbergbrücke im Mai fertiggestellt sein wird, steht auf der Prioritätenliste die Brücke an der Hamburger Straße an erster Stelle. Sie ist vor einer Weile provisorisch verstärkt worden und soll nun, voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres, abgerissen werden. Vorgesehen ist, die Hamburger Straße dann im Bereich der Gleise um drei Meter zu verschwenken.
" Das wäre eine Gelegenheit, vorbereitende Maßnahmen für den Tunnel des Osteingangs anzugehen", erklärte der Bauamtsleiter seinen Zuhörern. Doch der Haken an der Sache sind die Kosten: Etwa 200 000 Euro müsste die Stadt flüssigmachen, um die ersten Infrastrukturmaßnahmen für den späteren Tunnel, dessen Bau mit 2, 5 Millionen Euro veranschlagt wird, zu schaffen. " Geld, das die Stadt nicht hat", erklärte Schürings.
Während dem Bürgerverein diese " Baustelle" wohl noch einige Zeit bleiben wird, hat sich das Bretterbohren für eine andere jetzt gelohnt. Wolfgang Hermle, seit Sommer vergangenen Jahres Leiter der Bäderbetriebe der Stadtwerke, stellte der Versammlung das erneuerte Schinkelbad vor. Seine Ausführungen wurden von den Mitgliedern mit großem Zuspruch aufgenommen, hatte man doch noch vor Jahresfrist eine Verringerung des Angebotes befürchtet.
Im Bericht des Vorstands ging Grofer auf das Jubiläum des Vereins ein. Unter anderem soll eine reichhaltig bebilderte Festschrift erarbeitet werden. Texte zur historischen Entwicklung der bis 1914 selbstständigen Gemeinde Schinkel werden darin ebenso zu finden sein wie Porträts der Firmen und Betriebe, die den heutigen Osnabrücker Stadtteil geprägt haben. Gesucht werden noch Kundige, die Kenntnisse über die Wanderwegverbindungen im Stadtteil besitzen.
Grofers Kollege Friderici rief die Mitglieder zur Beteiligung an der Vorstandsarbeit im Beirat auf. " Gerade zum Jubiläum kommt noch einiges auf uns zu, da können wir Hilfe gebrauchen." Er lud Interessierte zu einer Stippvisite bei den Vorstandssitzungen ein, die immer am dritten Donnerstag des Monats um 19 Uhr in der Gaststätte " Carlsburg" stattfinden.

Bildtext:

Der Weg zum Hauptbahnhof endet von Osten her derzeit vor Zäunen und Mauern. Ginge es nach dem Bürgerverein Schinkel, würde der Stadtteil einen direkten Zugang zu den Gleisen erhalten.

Foto:

Jörn Martens
Autor:
Horst Troiza


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