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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Einkaufszentrum am Neumarkt: CDU am Pranger
Zwischenüberschrift:
Vorpreschen scharf kritisiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Durch das öffentliche Vorpreschen der CDU ist der Streit um den Neumarkt in die nächste Runde gegangen. SPD, Grüne, FDP und auch der Osnabrücker Immobilienkaufmann Theodor Bergmann kritisierten gestern die Position der Christdemokraten.
Die CDU hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Ratsfraktion ein Einkaufszentrum am Neumarkt mit bis zu 22 000 Quadratmetern Verkaufsfläche ablehnen werde und auch gegen eine Parkgarage mit 700 Plätzen ist. Ein solches Shopping-Center wirke sich negativ auf die Innenstadt aus, so die Begründung.
Für das Projekt zwischen Neumarkt und Seminarstraße (auf dem Gelände des ehemaligen Wöhrl-Hauses und der Nachbargebäude) hatte Theodor Bergmann einen Investor gewinnen können. Der Immobilienkaufmann zeigte sich gestern überrascht, dass ausgerechnet die CDU mit ihrem wirtschaftsfreundlichen Profil die Planungen nach einer nur sehr kurzen Prüfungsphase ablehne. Es gehe immerhin um Investitionen in Höhe von 220 Millionen Euro. Nach jahrelangem Stillstand sei es höchste Zeit, etwas am Neumarkt zu unternehmen. Nach Einschätzung Bergmanns wird ein Einkaufszentrum Verkaufsflächen von den Ausfallstraßen zurück in die Innenstadt holen.
Noch nichts entschieden
Frank Henning, Fraktionsvorsitzender der SPD, wies den Eindruck zurück, es sei schon irgendetwas entschieden, beschlossen oder abgelehnt. Die CDU stehe mit ihrer Meinung alleine da. " Wir sehen ein Einkaufszentrum positiv." Nach Ansicht Hennings gebe es jetzt die Chance, wieder voranzukommen. Insbesondere über die Größe des Shopping-Centers müsse aber noch diskutiert werden. Die SPD-Ratsfraktion möchte die Verkaufsfläche möglichst auf 18 000 Quadratmeter und die Zahl der Parkplätze auf 400 beschränken.
Gespräche abgesagt
Die Sozialdemokraten seien wegen des CDU-Vorpreschens verärgert. Frank Henning kündigte an, dass es in dieser Wahlperiode keine interfraktionellen Gespräche mehr geben werde. Eine solche Runde hatte am Dienstag vertraulich über den Neumarkt diskutiert und die Stadtverwaltung beauftragt, Verhandlungen mit dem Investor zu führen.
Enttäuscht äußerten sich auch die Grünen über den Verlauf der Diskussion. " Endlich gab es einen qualifizierten Investor und ein konkretes Projekt für das Sorgenkind am Neumarkt, da ziehen die Ratskollegen von der CDU kleinmütig den Schwanz ein und blockieren frühzeitig mögliche Entwicklungsperspektiven", bedauert der Fraktionsvorsitzende Michael Hagedorn.
Ins gleiche Horn bläst Thomas Thiele von der FDP: " Welcher Investor sollte ein Interesse haben, dass seine Planungen schon im Vorfeld zerrissen werden? So werden Investoren abgeschreckt, die zu Recht verlässliche und kompetente Partner in der Stadt erwarten können. Für ein mögliches Scheitern in dieser Sache trägt die CDU die Verantwortung." Das Vorpreschen habe der Sache nicht gedient.
Autor:
jan


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