User Online: 1 | Timeout: 14:20Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Streit um den Gesamtschul-Neubau
Zwischenüberschrift:
Oberbürgermeister weist CDU-Kritik zurück - Eltern: Bitte keine Neiddebatte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Ein rot-grüner Schildbürgerstreich", wettert die CDU und sieht in der provisorischen Ausstattung der neue Integrierten Gesamtschule (IGS) einen " Fall für den Bund der Steuerzahler". " Falsche Zahlen", kontert der Oberbürgermeister. Mit der Entscheidung für einen großen Neubau würden die Kosten für das Provisorium drastisch heruntergefahren.
Es geht um einen Trakt des 1955 erbauten Gebäudeteils im einstigen Schulzentrum Eversburg. Er sollte für 800 000 Euro für die ersten beiden Jahrgangsstufen hergerichtet und anschließend für 3, 5 Millionen zur dauerhaften Nutzung saniert werden. Für 6 Millionen Euro sollte dann ein Neubau für vier Jahrgangsstufen entstehen.
Bei der Diskussion über das Raumprogramm der IGS stellte die Bauverwaltung fest, dass eine große Neubaulösung für sechs Jahrgangsstufen preiswerter komme. Die 3, 5 Millionen Euro sollten in den Neubau gesteckt, das Provisorium später abgerissen werden.
Die CDU witterte Steuergeldverschwendung, wenn 800 000 Euro in ein Gebäude investiert würden, das 2014 wieder abgerissen werde. Angesichts der Tatsache, dass beim Ratsgymnasium Schüler in 41 Jahre alten undichten Containern unterrichtet würden, sei das ein " untragbarer Vorgang", schreibt die CDU in einer mit einer Kritik an die IGS-Ausstattung erweiterten Pressemitteilung.
Mit der Entscheidung im Verwaltungsausschuss für die große Neubaulösung seien unverzüglich alle Kosten für das Provisorium auf den Prüfstand gestellt worden, sagte Oberbürgermeister Boris Pistorius auf Anfrage der Neuen OZ. Anstelle der ursprünglich 800 000 Euro würden nun vermutlich 562 000 Euro für die 5. und 6. Jahrgangsstufe benötigt. 80 000 Euro fielen auf Inventar, das wiederverwendbar sei. Container seien keine wirkliche Alternative, weil die Kosten dafür auf 720 000 Euro geschätzt worden seien.
Der Oberbürgermeister betonte, dass an den betroffenen Gebäudeteilen aufgrund der lange ungewissen Zukunft des Schulzentrums Eversburg nichts mehr gemacht worden sei. Auch unabhängig von der Gründung der IGS seien Unterhaltungsarbeiten nötig gewesen.
Das derzeitige Provisorium werde auch nicht 2014 abgerissen, erläuterte Pistorius: Das sei vermutlich erst drei Jahre später möglich. So lange sollten die Räume als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung stehen, während der " Grüne Neubau" aus dem Jahr 1978 saniert wird. Dort sollen die Oberstufe, die Verwaltung und die Fachklassen einziehen.
" Der CDU-Fraktion ist kein Mittel zu billig, um weiter gegen die IGS zu polemisieren", schreibt die SPD-Fraktion. Dass ehemalige alte Hauptschulräume für den IGS-Ganztagsbetrieb hergerichtet werden mussten, sei " kein Anlass, Unwahrheiten in die Welt zu setzen". Außerdem habe das Ratsgymnasium vor nicht allzu langer Zeit selbst einen Neubau bekommen. Auch an zahlreichen anderen Schulen und Horten sei noch viel zu tun. Unter den schwierigen Haushaltsbedingungen sei aber nicht alles gleichzeitig zu haben.
" Die Brickwedde-CDU argumentiert unseriös", schreiben die Grünen. Den Raumbedarf und die damit verbundenen Kosten habe die schwarz-gelbe Landesregierung mit ihren hohen Hürden selbst verursacht: " Ein fünfzügiger Start mit mindestens 28 Kindern pro Klasse sowie eine Prognose der Schülerzahlen für zehn Jahre erfordert entsprechende Raumplanungen und Investitionen." Ein Neubau in der von den Grünen vorgeschlagenen Passivhausweise sei die nachhaltigere Lösung.
Der Schulelternrat kritisiert in einem Schreiben, dass die IGS erneut zum Spielball der Kommunalpolitik werde. Mit ihrem " Ja" zur IGS habe sich die Stadt einer Schulform verpflichtet, die auf einem spezifischen pädagogischen Konzept beruhe, das wiederum eine spezielle räumliche Ausstattung brauche. Es sei nicht opulent, wenn für eine neue Schule Mobiliar und Lehrmittel nach heutigem Standard angeschafft würden, schreiben die Eltern: " Wir bitten die CDU inständig, nicht für Wahlkampfzwecke eine Neiddebatte zulasten der IGS loszutreten." An der Schule finde keine Steuergeldverschwendung statt.

Bildtext:

Neue Schule in altem Gebäude: Um die Integrierte Gesamtschule ist ein neuer Streit entbrannt.

Foto:

Michael Hehmann
Autor:
Ulrike Schmidt


Anfang der Liste Ende der Liste