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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Giftverdacht nicht bestätigt: Entwarnung für das Stadthaus
Zwischenüberschrift:
Umweltinstitut: Kein Zusammenhang mit Krebsfällen bei Mitarbeitern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Erleichterung bei Stadtkämmerer Dr. Horst Baier, der als Vorsitzender des " Arbeitssicherheitsausschusses" die Federführung bei der Klärung des Verdachts hat, ob in den beiden Stadthaus-Anbauten eine Gesundheitsgefährdung vorliegt: " Wir können Entwarnung geben. Bei den Untersuchungen des Bremer Umweltinstituts ist nichts festgestellt worden, das auf hohe Schadstoffbelastungen schließen lässt."
Ausgangspunkt waren Krebsfälle bei städtischen Mitarbeitern beziehungsweise Ruheständlern, deren Abteilungen in den beiden Seitenflügeln untergebracht waren, die in 90ern ans Stadthaus angebaut wurden. Die Stadt schaltete das renommierte Bremer Umweltinstitut ein, um zu klären, ob sich hier Stoffe finden, die Einfluss auf die Krebsbildung haben können. Eine Fragestellung, die für Institutsleiter Dr. Norbert Weis " zum Alltagsgeschäft" zählt.
Am 23. Februar war der 50-Jährige mit einem Team vor Ort, um in den beiden unter Giftverdacht stehenden Stadthausflügeln Proben zu nehmen. Zuvor hatte es eine Information für die in den Bereichen tätigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung gegeben, dass an verschiedenen Stellen Messungen erfolgen, um nach einem erprobten System bestimmte Ursachen für Immissionen herauszufinden, einzugrenzen und vor allem aber ausschließen zu können.
Montag wurden jetzt die Ergebnisse im Rathaus vorgestellt. Dabei erklärte Institutsleiter Weis: " Wir haben in rund zehn Räumen, die sich über das ganze Gebäude verteilen, Proben genommen und außerdem untersucht, welche Einflüsse die verwendeten Drucker auf das Raumklima haben." Es sei keine Schadstoffbelastung festgestellt worden, die in einem ursächlichen Zusammenhang mit den Erkrankungen von Mitarbeitern stehe. Weis weiter: " Wir haben insgesamt extrem wenig gefunden - so wenig, dass wir den Verdacht ausräumen konnten." Es sei unter anderem auch speziell auf das radioaktive Edelgas Radon untersucht worden, das krebserregend ist, aber nichts gefunden worden. Insgesamt würden die zulässigen Werte in der Regel " weit unterschritten".
Allerdings seien einige Auffälligkeiten entdeckt worden. So liege in einem Archivraum, in dem Akten gelagert würden, die früher in einem mit Schimmelpilzen belasteten Bereich untergebracht gewesen seien, eine leicht erhöhte Sporenbelastung vor. Auch seien Laserdrucker im Einsatz, die zum Teil zu einer erhöhten Ultrafeinstaubfreisetzung führten. Zudem wurde im siebten Geschoss des Altbaus eine erhöhte Naphthalin-Belastung (Teerbestandteile) festgestellt. Stadt-Vorstand Baier: " Wir werden diesen Dingen jetzt nachgehen." Rund 25 000 Euro hat die Untersuchung bisher gekostet.

Bildtext:

Im Februar wurden von Dr. Norbert Weis Schadstoffmessungen durchgeführt und Proben genommen.

Foto:

Gert Westdörp
Autor:
we


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