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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Frischer Glanz für barocke Mauern
Zwischenüberschrift:
Uni feiert renoviertes Schloss
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Freuen sich über das renovierte Schloss (von links): Architekt Edmund Flatau, Oberbürgermeister Boris Pistorius, Ministerin Johanna Wanka, Präsident Claus Rollinger und Richard Bitter, Staatliches Baumanagement Osnabrück.
Freuen sich über das renovierte Schloss (von links): Architekt Edmund Flatau, Oberbürgermeister Boris Pistorius, Ministerin Johanna Wanka, Präsident Claus Rollinger und Richard Bitter, Staatliches Baumanagement Osnabrück.
Osnabrück. Erst ertönte ein Paukenschlag, dann folgten zwei weitere, umspielt von Streichern: Mit der Ouvertüre aus Mozarts Zauberflöte begann an der Universität Osnabrück am Sonntag die Feier zur Eröffnung des renovierten Schlosses. Zunächst gab es Grußworte, Musik und einen Vortag für Ehrengäste. Ab 13 Uhr war die modernisierte Tür des Barockschlosses zum " Tag der musikalischen Erkundung" geöffnet.
Von Marie-Luise Braun - Entspannt lassen Mechthild und Ulrich Schepers bei einer Tasse Kaffee im zweiten Stock die Blicke schweifen. " Ich find' s klasse", sagt Ulrich Schepers. Auch seine fachliche Neugier hat den Architekten ins Schloss geführt. " Es ist alles wunderbar eingefügt in die historische Substanz", schwärmt er. Das Alte und das Neue seien eine gute Kombination, meint Mechthild Schepers, während ihr Mann ein Beispiel nennt: " Die Glasfuge, die die neue Tür von der alten Fassade trennt, führt als Element konsequent durch das Gebäude."
Und so umrahmt auch ein Lichtstreifen den gläsernen Fahrstuhl, auf den Christine Kümmel und ihr Sohn Jens-Udo im ersten Stock warten. Der junge Mann sitzt im Rollstuhl und freut sich über den jetzt behindertengerechten Zugang in das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. " Wir sind ohne Probleme durch den Haupteingang bis hier gekommen", sagt Christine Kümmel erfreut. Die beiden sind sich sicher, dass Jens-Udo sich auch allein ungehindert durch das Gebäude bewegen könnte.
Trubelig geht es nachmittags in dem Gebäude zu, das Fürstbischof Ernst-August von Hannover-Lüneburg und seine Frau Sophie von der Pfalz bis 1673 haben errichten lassen. Frische Waffeln im Erdgeschoss, Kaffee und Kuchen im zweiten Stock und dazwischen Musik - Klassisches, Modernes und Experimentelles wird vom Sinfonieorchester der Universität und weiteren Ensembles geboten. Die Gäste werfen Blicke in den neuen Musiksaal, in Hörsäle, Seminarräume, Büros und Probekammern für Musikstudenten. Einige Besucher stehen an den Türen zum Senatssitzungssaal, der vom EW-Gebäude in der Seminarstraße ins Schloss verlegt wurde.
" Somit ist er endlich am richtigen, am ihm gemäßen Ort angekommen", meint Uni-Präsident Claus Rollinger am Vormittag vor den 200 Ehrengästen. " Von August 2008 bis Oktober 2010 sind hier vier Millionen Euro verbaut worden", erläutert er und dankt nicht nur den Verantwortlichen von Universität und Land, sondern auch den Handwerkern für ihre Arbeit.
Mit der Neueröffnung des Schlosses, das ein Jahr lang aus der Nutzung ausgeklammert war, stehen der Uni insgesamt 68 000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. " Und der Bedarf ist immer noch nicht gedeckt", meint Rollinger. " Sie sind ja quasi ein Schlossherr", meint Johanna Wanka mit Blick auf Rollinger. Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur betont, dass die Universität in die Mitte der Gesellschaft gehöre, wo sie in Osnabrück durch das Schloss auch angesiedelt sei, während Richard-Wilhelm Bitter, der Leiter des staatlichen Baumanagements, einen Blick auf die Sanierung des Schlosses in den vergangenen zehn Jahren wirft. Die Kosten dafür beliefen sich auf 2, 8 Millionen Euro - ohne die Innensanierung. An dieser war das Büro Flatau-Architekten maßgeblich beteiligt. " Es war eine hehre Aufgabe angesichts der Kulturgeschichte", meint Edmund Flatau. Es sei eine Herausforderung gewesen, eine Symbiose zu schaffen zwischen der Vergangenheit des Gebäudes und seiner Zukunft. Für sie ist das barocke Bauwerk nun gerüstet.
Autor:
Marie-Luise Braun


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