User Online: 1 | Timeout: 23:01Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Eine neue Visitenkarte für das Nussbaum-Haus"
Zwischenüberschrift:
Auszubildende der Stadt gestalten den Platz vor dem neuen Eingang zum Museum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Vorsichtig klopft Sascha Janßen mit dem Gummihammer auf einen kleinen Pflasterstein, betrachtet ihn konzentriert und setzt noch einmal an, bis der Carbonquarzit bis zur gewünschten Höhe im Sand verschwunden ist. Danach greift der Auszubildende zum nächsten Stein. Zwei Wochen noch: Dann soll der Platz vor dem Felix-Nussbaum-Haus fertig sein.
Mitte Januar haben sich acht Auszubildende im Garten- und Landschaftsbau des Osnabrücker Servicebetriebs (OSB) mit einem Praktikanten und zwei Ausbildern ans Werk gemacht. Nach Plänen des Berliner Büros Lützow 7 gestalten sie den Platz zwischen Heger Tor und Lotter Straße mit Sandsteinen und Carbonquarzit zwischen Beeten, die mit Seggen, Kirschlorbeer, Liguster und Säulenahorn bepflanzt werden.
Sobald der Bauzaun weg ist, wird der Blick vom Heger Tor aus frei sein auf den neuen Eingang des Felix-Nussbaum-Hauses und des Kulturgeschichtlichen Museums. Die beiden alten Bäume - eine Kastanie und eine Platane - bilden mit ihren knorrigen Stämmen einen interessanten Gegensatz zur glatten, dunklen Fassade mit den gezackten Elementen. In den drei Millionen Euro für den neuen Anbau sind die Kosten der Platzgestaltung enthalten.
" Es macht Spaß, hier zu arbeiten, wir kriegen positive Resonanz, die Leute gucken und sprechen uns an", sagt Sascha Janßen lächelnd. " Außerdem hat man Einfluss auf die öffentliche Gestaltung", meint der Auszubildende im zweiten Lehrjahr, um erneut zum Hammer zu greifen und in der Hocke Steine festzu-klopfen.
" Unsere Azubis suchen immer Projekte in der Stadt", erläutert Marion Niemeyer, die Bauleiterin beim OSB. Da der Platz vor dem neuen Eingang des Museums gut in den Zeitplan passte, habe es sich geradezu angeboten, hier Auszubildende einzusetzen. Es sei interessant für die angehenden Garten- und Landschaftsbauer, mit unterschiedlichen Materialien zu arbeiten, die Ausrichtung perfekt zum Gebäude hin abzustimmen, das Gelände vorzubereiten, alles auszumessen, ist sich Niemeyer sicher. Und Janßen nickt.
" Sie lernen viel und schaffen etwas, das prägend sein wird", meint Oberbürgermeister Boris Pistorius beim Ortstermin zwischen gespannten Schnüren, Steinhaufen und abgelegten Harken. Die Erinnerung daran, solch einen Ort als Auszubildender mitgestaltet zu haben, schaffe ein hohes Maß an Identifikation für die jungen Leute. " Außerdem wird das hier eine komplett neue Visitenkarte für das Felix-Nussbaum-Haus und das Kulturhistorische Museum", sagt Pistorius.
Erahnen lässt sich der neue Anblick bereits jetzt. Der Eingang zum Museum und zum Museumsladen im Akzisehaus liegt jetzt nicht mehr verborgen, sondern wirkt einladend, hell, freundlich. Und die Steine der entfernten Mauer werden in die Neugestaltung des Platzes einbezogen.

Bildtext:

Bodendeckende Seggen pflanzen Auszubildende des Osnabrücker Servicebetriebs vor dem neuen Eingang zum Felix-
Nussbaum-Haus

Foto:

Elvira Parton
Autor:
mlb


Anfang der Liste Ende der Liste