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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Keine Flak rund ums Lager Eversheide
Zwischenüberschrift:
Historiker: Alliierte griffen Gefangenenlager nicht wegen benachbarter Flugabwehr an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Der Bombenangriff auf das Kriegsgefangenenlager Eversheide am 6. Dezember 1944 stand nicht im Zusammenhang mit Flugabwehrstellungen in der Nähe. Darauf weist der ehemalige Flaksoldat und Historiker Max Brink hin. Mindestens 116 serbische Kriegsgefangene kamen bei dem Angriff der Alliierten auf das Oflag VIc an der Landwehrstraße ums Leben. In einzelnen Veröffentlichungen werden noch höhere Zahlen genannt. In unserem Bericht vom Samstag hieß es, die Aufstellung von Flakgeschützen sei ein Verstoß gegen die Genfer Konvention gewesen und habe das Lager zur Zielscheibe für Bombenangriffe gemacht. So steht es inhaltlich in der fachlichen Stellungnahme des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalschutz. Falsch, sagt der Osnabrücker Max Brink. Flugabwehrstellungen habe es in Eversburg nie gegeben. " Vielmehr befanden sich diese Stellungen bereits seit Beginn des Krieges an folgenden Ortsteilen: Westerbergkuppe, Westerbergsteinbruch, Kalkhügel, Sonnenhügel, Haupthügel Rulle und Gartlage", schreibt Brink. Alle Flakstellungen hätten die gesamte Stadt Osnabrück geschützt. Eine provokatorische Wirkung zum Lager Eversheide habe es nicht gegeben. Beim Bombenangriff wurden Baracken entlang der Hauptachse des Lagers getroffen. An ihrer Stelle sind nach dem Krieg neue Baracken für die britischen Streitkräfte entstanden. Der Verein " Antikriegskultur und Friedenshandeln" will auf dem Gelände eine lebendige Gedenkstätte einrichten. Von offizieller Seite gibt es dafür jedoch keine Unterstützung, und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) will das Kasernengelände als Gewerbegebiet vermarkten.

Bildtext:

Hier schlugen 1944 die Bomben ein. Für die Briten entstanden neue Baracken.

Foto:

Lindemann
Autor:
rll


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