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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wissenswertes über das Wasser
Zwischenüberschrift:
In den Hochbehältern am Westerberg soll ein Ausstellungszentrum entstehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Noch ist es dunkel, feucht, kühl, und es hallt mächtig im Wasserhochbehälter am Westerberg. Aber hier soll nach einer Idee der Universität Osnabrück ein Ausstellungsraum entstehen. Derzeit entwickelt ein Team um Prof. Dr. Michael Matthies die Idee in einer Vorstudie.
Lange wurde in den beiden Wasserhochbehältern am Botanischen Garten Trinkwasser für die Osnabrücker gespeichert. Der eine wurde 1892 erbaut, der andere 1972. Beide wurden im Jahr 2007 stillgelegt, seither sind sie ungenutzt.
Nun soll auf den 1800 Quadratmetern ein Erlebnis- und Informationszentrum entstehen. " Aus Standortgründen bietet sich das Thema Wasser einfach an", erläutert Michael Matthies, der derzeit mit zwei Mitarbeitern des Instituts für Umweltsystemforschung der Universität ein Konzept für die außergewöhnlichen Räume plant und prüft. " Ziel ist es, ein umfassendes sowie tragfähiges Gesamtkonzept für ein eigenes Informationszentrum Wasser zu entwickeln."
Das Team hat zunächst herausgefunden, dass es deutschlandweit bereits 66 Ausstellungs- und Informationshäuser zum Thema Wasser gibt. " Aber noch keines mit dem Schwerpunkt , Wasser und Pflanzen?, so wie wir es vorhaben", erläutert Michael Matthies das Konzept für ein Haus, das die bestehenden Einrichtungen zu Umweltfragen und Stadtgeschichte am Schölerberg, am Piesberg und am Westerberg ergänzen soll. Mit im Blick sind die Angebote des Botanischen Gartens. " Vielleicht ergänzen wir zur Grünen Schule eine Blaue Schule", wagt Matthies einen vorsichtigen Blick in die Zukunft.
" Wasser und Pflanzen" seien Themen, die für den Westerberg bedeutsam seien. Denn die Wasserhochbehälter grenzen direkt an den Botanischen Garten. " Hier lassen sich die Zusammenhänge zwischen Pflanzen und Wasser hervorragend darstellen", meint die Direktorin des Gartens, Prof. Dr. Sabine Zachgo. Als weitere Zielgruppe fassen die Organisatoren Besucher im Kindergartenalter ins Auge.
18 Monate sind für die Vorstudie geplant, nach fünf Monaten liegen nun die ersten Ergebnisse vor. In dieser Zeit hat das Team auch mit Mitarbeitern anderer Ausstellungshäuser gesprochen. " Wir möchten von ihrer Erfahrung profitieren. Und zwar auch, um Fehler zu vermeiden", sagt Matthies.
Das geplante Informationszentrum betrachtet er nicht als Konkurrenz zu anderen Umweltbildungseinrichtungen Osnabrücks, sondern als eine Ergänzung. Das sieht auch Fritz Brickwedde, der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), so. " Wir haben hier die Vision von Osnabrück als führender Stadt der Umweltkommunikation", sagt er. Die DBU unterstützt die Vorstudie der Universität mit 98 000 Euro. Brickwedde denkt, dass der Wasserhochbehälter ein attraktives Ziel für Spaziergänger sei. " Sie können sich auch spontan entscheiden, mal für eine halbe Stunde oder Stunde in die Ausstellung zu gehen."
Attraktiv ist das Gebäude auch für Klemens Hölscher von Reindersarchitekten. " Es ist ein außergewöhnlicher Baukörper an einem außergewöhnlichen Ort", schwärmt der Architekt beim Gang durch das schneckenförmig konstruierte Gebäude mit fünf Meter Deckenhöhe, in dem noch die alte Technik vorhanden ist.
Und außergewöhnlich ist auch der Blick über Osnabrück vom Dach des Behälters. " Ein wunderbarer Ort für ein Café", schwärmen einige der Organisatoren.

Bildtext:

Im Wasserhochbehälter am Westerberg möchte die Universität Osnabrück eine Ausstellung über Wasser und Pflanzen eröffnen. Derzeit untersucht sie diese Möglichkeit in einer Vorstudie.

Fotos:

Universität/ Uwe Lewandowski
Autor:
Marie-Luise Braun


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