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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wertstofftonne in Eversburg läuft gut
Zwischenüberschrift:
Baier: Abfallwirtschaftsgesetz der Bundesregierung geht zulasten der Kommunen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Pläne der Bundesregierung für die Wertstoffsammlung aus dem Hausmüll treiben Horst Baier, dem Kämmerer der Stadt Osnabrück, die Sorgenfalten auf die Stirn. Wenn die Stadt künftig nicht mehr selbst entscheiden kann, wer die Wertstoffe aus dem Hausmüll verwerten darf, könnte sich das negativ auf stabile Müllgebühren auswirken, befürchtet der unter anderem für die Abfallentsorgung zuständige Finanzvorstand der Stadt. Ärgerlich sei das deshalb, weil das städtische Pilotprojekt mit der Wertstofftonne in Eversburg gut angelaufen sei. Baiers Fazit: " Der Beschluss der Bundesregierung geht eindeutig zulasten der Kommunen."
Die Bundesregierung will, dass die Entsorgung von Wertstoffen im Hausmüll durch eine neutrale Stelle ausgeschrieben und verwertet wird. Das sei ein Kompromiss, der verhindere, dass private Entsorger und Kommunen wie wild überall ihre Tonnen aufstellten. Angesichts knapper werdender seltener Rohstoffe wird die bessere Wiederverwertung allgemein als wünschenswert betrachtet. Sie ist aber auch ein Riesengeschäft, das die Privaten nicht den Kommunen überlassen wollen. In Osnabrück aber wirken sich schon jetzt zum Beispiel die Erlöse aus dem Verkauf von Altpapier in der Gebührenkalkulation aus. Wäre diese Einnahme nicht da, müssten die Bürger höhere Müllgebühren zahlen.
Um bei der Wertstoffentsorgung den Fuß in der Tür zu behalten, hatte der Rat im vergangenen Jahr das Eversburger Pilotprojekt beschlossen. Die Stadt bot danach etwa 1000 Haushalten in Eversburg probeweise eine zusätzliche Tonne für Wertstoffe wie Plastik, Metall oder Holz an. Der Test läuft seit Januar 2011.
Und das mit gutem Erfolg, wie Anita Maskos auf NOZ-Anfrage berichtete. Etwa 60 bis 70 Haushalte hätten die Tonne nicht haben wollen. " Die Bürger nehmen die Wertstofftonne an", so das Ergebnis der Beobachtungen der Sprecherin des Osnabrücker Servicebetriebes. Mit dem Fotoapparat hat sie bei ersten Kontrolltouren auf den Entsorgungsfahrzeugen den Tonneninhalt dokumentiert: " Es gibt gelegentliche Fehlwürfe, aber im Wesentlichen wenden die Bürger die neue Tonne richtig an." Verpackungsmüll, der nach der Gesetzeslage weiterhin in den Gelben Sack gesteckt werden muss, sei kaum in den neuen 240-Liter-Probetonnen gelandet. Auch bei den Mehrfamilienhäusern werde die neue Wertstofftonne richtig angewendet. Maskos: " Ich muss den Bürgern da mal ein großes Lob aussprechen. Das läuft prima."
Ob es " prima" genug klappe, entscheide sich aber erst, wenn der Versuch ein halbes Jahr lang laufe, sagte Finanzvorstand Horst Baier. Immerhin seien 30 bis 40 Prozent des Tonneninhaltes verwertbar. Eine belastbare Auswertung benötige noch etwas mehr Zeit. Aber Baier meint: " Wir können schon jetzt relativ zufrieden sein."

Bildtext:

Die Wertstofftonne mit dem orangefarbenen Deckel kommt in Eversburg gut an, findet Anita Maskos vom Osnabrücker Servicebetrieb.

Foto:

Michael Hehmann
Autor:
swa


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