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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Aus japanischem Trauma lernen"
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Auch unsere Leser debattieren über die Energiepolitik.Zur Atomkraft-Debatte und zum Artikel " Schutz der Bevölkerung vorbildlich" (Ausgabe vom 23. März)

" Ob der BBK-Präsident Christoph Unger wohl weiß, was er da sagt? Wem die Fantasie für Prognosen fehlt, der sollte sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Vielleicht nicht noch heute, in 14 Tagen oder drei Jahren wird es so kommen, wie Herr Röttgen [...] das Szenario geschildert hat, nicht zwei Ereignisse gleichzeitig, sondern vier oder fünf. Ein Düsenjet wird vor einem Kernkraftwerk zuerst 300 Meter Stromleitung rasieren, dann die Pumpenhäuser streifen, in das Reaktorgebäude krachen, die Nebenanlagen in Brand setzen und eine Reaktor-Explosion auslösen.
Nachdem Herr Unger zunächst das Ereignis kleingeredet, Regierung und Medien im Unklaren gelassen und versucht hat, seinen Kopf zu retten, löst er schließlich, nachdem ein Umkreis von 100 Kilometern verstrahlt ist, endlich Alarm aus. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Bevölkerung, die im Gegensatz zu den Japanern nicht dem Fatalismus zuneigt, auf der Flucht. Tausende Fahrzeuge und Hunderttausende Menschen verstopfen die Rettungswege.
Im Frühjahr 1945 haben Rote Armee beziehungsweise die deutschen Restverteidiger die Fliehenden einfach beiseitegeräumt. Das geht unter Friedensbedingungen aber nicht. Wer hat dafür den Einsatzplan? [...] Das beruhigende Fazit von Herrn Unger: ? Das deutsche System habe sich absolut bewährt.? Es fragt sich: wann? Haben wir da etwas verschlafen? Meint Herr Unger vielleicht die katastrophalen Störfälle oder die abgesoffene Asse? Vielleicht erinnern wir ihn doch noch einmal an Fukushima, wenn es sein muss, mit dem Holzhammer, symbolisch versteht sich."

Foto: dapd
Autor:
Stefan Middelberg


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