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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Buschi findet die Gummibärchen
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Gymnasiasten erforschen Unterschiede zwischen Affen und Menschen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Sind Menschen von Geburt an schlauer als Menschenaffen? Dieser Frage gingen Lisa Schlüter und Marcel Kettelmann vom Osnabrücker Gymnasium Carolinum während eines " Jugend-forscht"- Projekts nach.
Im Zoo Osnabrück starteten sie mit Orang-Utan " Buschi", bekannt durch seine selbst gemalten Bilder, eine Versuchsreihe mit " Hütchenspielen". Nun erhielten sie für ihre Untersuchung einen Sonderpreis beim Landeswettbewerb.
Genetisch unterscheiden sich Primaten und Menschen nur um wenige Prozent. Doch wie kann es dann sein, dass Menschen Städte bauen und Autos entwickeln, während Menschenaffen bar jeglicher Zivilisation im Urwald leben?
Für " Jugend forscht" versuchten die Schüler Lisa Schlüter und Marcel Kettelmann herauszufinden, ob Menschen von Geburt an intelligenter sind. Mit einem " Hütchenspiel" haben die jungen Forscher die Merkfähigkeit sowie das Vermögen, kausale Zusammenhänge zu erkennen, bei Orang-Utan " Buschi" und Kleinkindern verschiedenen Alters überprüft.
Die Aufgabe für Orang-Utan " Buschi" war folgende: Er sah zu, wie Lisa Schlüter eine Süßigkeit unter einer von drei Kokosnussschalen versteckte.
Der Orang-Utan spielt
Anschließend verschob die Schülerin die Schalen, und Buschi musste herausfinden, wo nun die Süßigkeit lag. Mit einem Stock konnte er die Hütchen durch das Gehegegitter hindurch hochheben. Verschiedene Schwierigkeitsgrade forderten den früheren Künstler heraus. Nach einer kurzen Verstehensphase erzielte er eine Erfolgsquote von 80 bis 100 Prozent. Nur wenn mal das Fell juckte oder Besucher zu beobachten waren, lag Buschi infolge von fehlender Konzentration oder Motivation falsch.
Es folgte das zweite Experiment: Im St.-Johannes-Kindergarten in Hollage bauten die Schüler erneut ihr Testspiel auf und wiederholten die Prozedur mit 17 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren. Hier überprüften die Schüler, ab welchem Alter Menschenkinder die gleichen Erfolge erzielen wie " Buschi". Im Vergleich zeigte sich, dass zwei- bis dreijährige Kinder weniger erfolgreich sind, aber ab einem Alter von 4, 5 Jahren die gleiche Leistung erbringen können. Daraus schlossen die beiden Schüler, dass Menschen nicht von Geburt an intelligenter sind, sondern eine kognitive Entwicklung durchlaufen.
Für Orang-Utan " Buschi" war das Hütchenspiel eine willkommene Abwechslung, vor allem da es zur Belohnung Gummibärchen gab. Lisa Schlüter und Marcel Kettelmann siegten mit ihrem Projekt beim " Jugend forscht"- Regionalwettbewerb und erhielten auf dem Landeswettbewerb einen Sonderpreis: eine Einladung zur Summer School an der Universität Utrecht.

Bildtext:

Hütchenspieler: Wo hat sich das Gummibärchen versteckt? Orang-Utan " Buschi" hat eine Erfolgsquote von über 80 Prozent, wenn es darum geht, die richtige Kokosnusshälfte hochzuheben

Foto:

privat
Autor:
pm


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