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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schüler buddeln und pflanzen für den Klimaschutz
Zwischenüberschrift:
Jugendliche der Gesamtschule Schinkel forsten Wald auf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nicht groß reden, sondern den Spaten in die Hand nehmen und aktiv etwas für den Klimaschutz tun. Unter diesem Motto stand die Pflanzaktion, an der sich jetzt drei Tage lang die 500 Oberstufenschüler der Gesamtschule Schinkel beteiligt haben.
Fast vier Jahre ist es inzwischen her, dass der Orkan Kyrill auch Flächen im Natruper Holz " bereinigte". Besonders bei den flach wurzelnden und sturmanfälligen Fichten hatte er leichtes Spiel. In Zukunft werden an gleicher Stelle stabilere Laubbäume wachsen.
Mit finanziellen Mitteln der Stadt Osnabrück setzten die Schüler der Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 dort, wo Kyrill seinerzeit gewütet hat, mehr als nur ein Zeichen für aktiven Klimaschutz. Die Stadtwerke sorgten für kostenlose Bustransfers von Schinkel zum Natruper Holz und zurück.
Die Anpflanzung von 4500 unterschiedlichen Laubbäumen lässt auf der etwa zwei Drittel Hektar großen und zum Teil feuchten Fläche einen bunt gemischten " Gesamtschulwald" entstehen. Neben Ahorn- und Kirschbäumen werden vor allem tief wurzelnde Rot- und Stieleichen sowie viele Buchen für Stabilität sorgen.
Dadurch werde das Gebiet " ökologisch aufgewertet", betont Horst Wieting vom Waldpädagogikzentrum Ahlhorn. Er betreute die Schüler bei der Aktion, die er für " praktizierte Nachhaltigkeit" hält, da zum einen die Bäume CO2 binden würden und zum anderen die Schüler langfristig verfolgen könnten, wie sich " ihr" Wald entwickele.
Für Oberbürgermeister Boris Pistorius stellt die Aktion einen weiteren Beleg gegen das Vorurteil dar, " dass die junge Generation nur noch in virtuellen Welten lebt". Oftmals seien " junge Menschen wesentlich problembewusster und zukunftsorientierter als die älteren". Dafür sei das Projekt ein gelungenes Beispiel, denn es setze " unmittelbar an Schäden an, die vor Ort passiert sind und die man beheben kann in dem Bewusstsein, dass jeder einzelne Baum zur Klimaverbesserung beiträgt".
Dass dieses Bewusstsein bei seinen Schülern offenbar ebenso tief verwurzelt ist wie eine deutsche Eiche, freut Lehrer Joseph Oeding, der das Pflanzprojekt koordiniert und mit einer Sponsorenaktion zur Ausbildung von je einem Klimabotschafter pro Schulklasse verknüpft hat. Bei der weltweiten Schülerinitiative " Plant for the Planet", die 2007 der damals neunjährige Felix Finkbeiner ins Leben gerufen hatte, sollen diese dann mit ihrem Fachwissen auf mit dem Klimawandel verbundene Probleme aufmerksam machen und weitere entsprechende Projekte anstoßen.
Die Botschaft der Initiative lautet frei übersetzt: " Nicht quatschen, sondern handeln." Die Schinkeler Oberstufenfraktion ging an den drei Aktionstagen in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran. Dabei legten die Schüler so viel Ehrgeiz und Tempo an den Tag, dass bereits ein Tag vor Abschluss der Pflanzaktion die Sorge berechtigt erschien, dass die neu angeschafften Bäume nicht ausreichen würden. Als Symbol für ihr Umweltbewusstsein hätten allerdings auch schon weniger gereicht.

Bildtext:

Ganze Arbeit leisteten die Gesamtschüler unter Mithilfe von Oberbürgermeister Pistorius.

Foto:

Gert Westdörp
Autor:
mali


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