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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Buddeln für die Bienen
Zwischenüberschrift:
Schüler von Gymnasium und Berufsbildenden Schulen arbeiten zusammen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn Schulen zusammenarbeiten, geht es oft um Mathe, Sprache oder Musik. Die Alternative der Berufsbildenden Schulen Haste und des Gymnasiums " In der Wüste" ist handfest und honigsüß.
Zwei Völker sind verstummt. Der Winter hat sie ausgelöscht. Drei sind geblieben. Sie wimmeln, fliegen und sammeln schon wieder, die Bienen des Gymnasiums " In der Wüste". Drei von fünf - eine gute Quote nennt Lehrer Gisbert Döpke das. Er hat zum Herbst 2009 das Projekt Imkerei an die Schule gebracht. Seitdem hat sich eine Arbeitsgemeinschaft (AG) gefunden, die sich um die Bienen kümmert und Honig herstellt. Und eine Schülerfirma, die den Honig verkauft, über die Ausstattung wacht und die Finanzen regelt.
Momentan liegen Imkerhüte, Bienenbeuten und die Bilanzordner der Schülerfirma zwischen Erdkunde-Karten und einem Schrank voll Material für den Geschichtsunterricht. Ein Teil der Werkzeuge lagert bei Döpke daheim. Die Bienenstöcke stehen vor dem Eingang der Schule unter den Fenstern der Turnhalle. Döpke beschreibt den Zustand als vorläufig. Damit er sich ändert, kommen immer wieder grüne Männchen auf den Schulhof. Gerade ist wieder ein halbes Dutzend da.
Es sind Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Haste in ihren grünen Arbeitsanzügen. Sie helfen den Gymnasiasten, den Bienen und dem Imkereizubehör ein neues Zuhause zu geben. 50 000 Euro spendet die Bohnenkamp-Stiftung, damit auf dem Schulhof des Gymnasiums eine 800 Quadratmeter große Fläche entsteht, ein Bienengarten.
Das Zentrum ist traubenförmig gestaltet mit Wegen, Blumen, Kräutern und Sträuchern. Am Rand werden Holzhäuser für die Geräte und die Bienenstöcke stehen. Einen Schleuder- und einen Schauraum wird es geben. Alles nach den Ideen und Wünschen der Schüler, die den Garten zusammen mit Garten- und Landschaftsbauarchitektin Carina Hagedorn entworfen haben.
Jetzt, sagt Zwölftklässlerin Sabine Bambynek, während sie mit der Wasserwaage einen künftigen Weg überprüft, zeige sich, was von den eigenen Vorstellungen möglich ist. " Während des Projekts haben wir immer wieder Ideen entwickelt und verworfen."
Trotz aller Probleme sind die Schüler dabei geblieben, verbringen freiwillig ihre Nachmittage mit Planen und Bauen - und das gerne, sagt der 17-jährige Leon-Fabian Caspari. " Denn hier kann man anpacken und was tun und nicht nur Theorie büffeln wie sonst in der Schule."
Es helfe den Schülern im Studium und in der Ausbildung, " wenn sie vorher ein bisschen Praxis bekommen", sagt Döpke. Nun lernen die Gymnasiasten also, was Mutterboden ist, wie sie eine Wasserwaage einsetzen und wie sie am besten eine Schubkarre beladen. Dabei unterstützen sie die BBS-Schüler um Bautechnik-Lehrer Michael Zimmermann. Er selbst hat gerade erst den Spaten abgestellt, und an seinen Händen haftet noch ein wenig Erde. " Das macht einfach Spaß hier", so Zimmermann.
Seine Schüler hätten hier die Chance, freiwillig und ohne Leistungsdruck die Praxis auszuprobieren und nebenbei die anderen Schüler kennenzulernen. Und dann sagt er einen Satz, der die Grundlage der Zusammenarbeit zwischen den Schulen darstellt: " Bildung lebt von Aktion."

Bildtext:

Da wird' s langgehen! Sabine Bambynek und Leon-Fabian Caspari planen einen Weg.

Foto:

Egmont Seiler
Autor:
Michael Schiffbänker


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