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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Vertrag für die gemeinsame Schule
Zwischenüberschrift:
Juden, Christen und Muslime besiegeln Kooperation
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Johannisschule wird zur Grundschule für jüdische, christliche und muslimische Kinder. Einen entsprechenden Vertrag haben Vertreter der drei Religionen unterzeichnet, auf einen Namen haben sie sich noch nicht geeinigt. Zumindest nicht offiziell.
Ein bundesweit einmaliges Projekt sei die trialogische Grundschule, verkündete der Träger, die Schulstiftung des Bistums Osnabrück, in einer Pressemitteilung. Nur einen Namen hat die Schule, die im Sommer 2012 starten soll, noch nicht. " Aber wir würden uns wünschen, dass sie weiterhin den Namen des Täufers trägt", sagte Winfried Verburg, Leiter der bischöflichen Schulabteilung. Gründe dafür gebe es gleich drei: Immerhin sei Johannes der Täufer nicht nur selbst Jude gewesen und gelte als einer der ersten Heiligen der katholischen Kirche, auch der Koran ehre ihn als asketischen Mann.
Vier Unterzeichner
Aber auch wenn der Name noch nicht feststeht, so unterzeichneten Vertreter der drei Religionen im Forum am Dom schon einmal den Kooperationsvertrag. Dieser bildet die Grundlage für die weiteren Schritte. Ihre Unterschrift setzten Michael Grünberg, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, Theo Paul, Generalvikar des Bistums Osnabrück, Avni Altiner, Vorsitzender der Schura, des Landesverbandes der Muslime in Niedersachsen, und Metin Süer, Vorstandsvorsitzender der DITIB-Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Osnabrück. Damit gewährleisten sie, dass " die Schule die religiösen Überzeugungen, Lebensweisen und Riten der drei beteiligten Religionen vielfältig zum Thema" machen werde, wie es in dem Vertrag heißt.
Die Schule werde einen Beitrag leisten, sich auch religiös besser zu verständigen, sagte der Generalvikar. Altiner fügte augenzwinkernd hinzu, dass es bemerkenswert sei, was geschehe: " Wir alle - Juden, Christen und Muslime - sind konservativ, und trotzdem schaffen wir Neues für unsere Kinder."

Bildtext:

Frisch unterzeichnet: Die Kooperationsverträge zur Johannisschule präsentieren (von links) Metin Süer, Avni Altiner, Michael Grünberg und Theo Paul

Foto:

Klaus Lindemann
Autor:
Michael Schiffbänker


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