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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das aufregend neue Gesicht
Zwischenüberschrift:
Mit dem Anbau wird das Museumsareal attraktiver und endlich als Einheit erlebbar
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Lange Zeit war der Bauzaun am Felix-Nussbaum-Haus geschlossen. Doch jetzt tritt hervor, was dem Museumsareal ein ganz neues Gesicht geben soll.
Ein aus der Mittelachse gekippter Eingang, rasante Fensterschnitte, kantige Gestalt: Das neue Entree des Felix-Nussbaum-Hauses zeigt auf den ersten Blick, was es ist - ein echter Libeskind. Die Formensprache des Architekten, der das 1998 eröffnete Osnabrücker Museum als sein erstes vollendetes Bauwerk errichtete, setzt sich mit dem Anbau fort, der nicht nur das Nussbaum-Haus ergänzt, sondern das ganze Museumsareal neu gewichten wird. Unverwechselbarkeit ist jedoch nicht die einzige Qualität des neuen Baukörpers. Der Gang über die Baustelle zeigt: Das neue Entree bietet ab der Wiedereröffnung des Museums am 5. Mai willkommenen Nutzwert.
" Das neue Foyer bietet einen großzügigen Empfang der Besucher mit Kasse und Shop", weist Inge Jaehner, Direktorin des Felix-Nussbaum-Hauses, gestern bei einem Rundgang über die Baustelle in das Erdgeschoss des neuen Baus. Besonders wichtig: Das Entree bietet nicht nur Platz, es eröffnet auch Wege in die Museen. In der einen Richtung geht es über den jetzt gedeckten Gang zum Felix-Nussbaum-Haus, in der anderen in das Kulturgeschichtliche Museum. Über wenige Treppenstufen erreicht der Besucher Garderoben und Toiletten. Das Souterrain des Kulturgeschichtlichen Museums bietet vor allem Platz für Empfänge, Eröffnungen und Vorträge. Über Trennwände kann der zentrale Raum unterschiedlich zugeschnitten werden. " Wenn wir die Trennwand einziehen, können Vorträge gehalten werden und der Besucherbetrieb auf der anderen Seite einfach weitergehen", verweist Inge Jaehner auf die flexibleren Nutzungsmöglichkeiten.
Der Blick in das Souterrain des Altbaus macht vor allem klar: Der Anbau erweitert nicht einfach nur das Nussbaum-Haus, er verändert auch das Raumprogramm des ganzen Museumskomplexes. Über die Funktion als Entree und Blickfang hinaus gewinnt der neue Bau mit seinen rund 200 Quadratmetern Nutzfläche vor allem ein eigenständiges Gewicht. Denn er wird nicht nur Durchgangsschleuse sein, sondern Besucher auch zum Verweilen einladen. Im Obergeschoss des neuen Entrees bieten künftig Bibliothek und Medienbereich die Möglichkeit, den Aufenthalt im Museum zu vertiefen, sich zu Lektüre oder Gespräch zurückzuziehen.
Anders, als es die spektakulär zerklüftete Außenhaut vermuten lässt, entfaltet der Baukörper innen ein Gefühl von Platz und Helligkeit. Sogar Erlebnisse der Ruhe und Ausgeglichenheit sind hier, in Absetzung von der Raumatmosphäre im Felix-Nussbaum-Haus selbst, vorstellbar. Welche Überraschung. Weiße Wände wirken freundlich, die großzügig bemessenen Fenster erlauben schöne Durchblicke auf die Stadtlandschaft. Vor allem das Heger Tor kommt als Bauwerk in den Blick. Solche Sichtachsen und die Tatsache, dass mit dem Entree der ganze Museumskomplex ein neues Gesicht erhalten wird, weisen das neue Gebäude schon jetzt als künftigen weiteren Ankerpunkt im urbanen Gefüge der Stadt aus.
Mit dem Eingangsgebäude erhalten Altbau und Nussbaum-Haus einen neuen Partner. Auf dem Museumsgelände verändern sich die Gewichte. Die Wahrnehmung des ganzen Komplexes beginnt nun an einer anderen Stelle. Das hat Konsequenzen, die erst im laufenden Museumsbetrieb voll zu spüren sein werden. Vor allem das Nussbaum-Haus darf, von Servicefunktionen entlastet, ganz Museum sein. Über die Brücke geht es jetzt direkt in den nun etwas verlängerten " Gang der ungemalten Bilder". Der ersteSaal gewinnt zudem mehr Raum und eine völlig neuevisuelle Anmutung. Das eröffnet Chancen für das Ausstellungsgeschehen - und die Option, das ganze Museumsareal mehr als bisher als inhaltliche Einheit zu gestalten.

Bildtext:

Außen kantig, innen praktisch: Der Museumsanbau gibt dem ganzen Areal ein neues Markenzeichen

Fotos:

Klaus Lindemann
Autor:
Stefan Lüddemann


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