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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neues Zuhause für Tips und Taps macht Fortschritte
Zwischenüberschrift:
Taiga-Erlebniswelt soll im Sommer öffnen - Tempelanlage erst 2012
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Kaum haben sich die Besucher an die Afrika-Landschaft Takamanda gewöhnt, wird im Osnabrücker Zoo schon wieder gebaut und gebuddelt - und das gleich an zwei Stellen. Während die nordische Taiga-Anlage noch im Juli öffnen soll, wird der Bau am Affenfelsen voraussichtlich Anfang 2012 abgeschlossen sein.
Andreas Busemann kann seinen Stolz auf die neue Landschaft Taiga nur schwer verbergen. Der Zoo-Geschäftsführer steht in vier Meter Höhe auf dem Baumhöhenpfad, der um das Gelände herumführt und Ende März oder Anfang April den Zoobesuchern zugänglich gemacht werden soll. " Die Topografie spielt uns hier in die Karten", sagt Busemann. Mit Topografie meint er die gut zehn Meter Höhenunterschied auf der etwa 1, 5 Hektar großen Fläche im hinteren Teil des Zoos neben dem Elefantengehege. Der Baumhöhenpfad verbindet die beiden Höhenzüge des Geländes und bietet einen weiten Blick über die hügelige Landschaft, die tatsächlich etwas nordisch anmutet.
Als Erstes sollen die Bärenzwillinge Tips und Taps einziehen. Der Umbau des Bärengeheges war auch dringend notwendig, findet Busemann. Bislang wurden die Zoobesucher durch den unterirdischen Zoo, Takamanda und das Tal der Grauen Riesen mit den Elefanten und Nashörnern geführt " und kamen dann durch diese trostlose Bärenanlage zurück". Diesem " negativ abschließenden Zooerlebnis", wie es der Geschäftsführer ausdrückt, soll nun ein Ende gesetzt werden.
Über den Höhenweg gelangen die Besucher auf eine Plattform neben einem Wasserfall, von der aus sie nicht nur die Bären samt Mitbewohnern - ein paar Silberfüchsen - beobachten können, sondern auch einen guten Blick auf die Rentiere und die Vielfraße haben.
Außerdem werden statt Gittern ähnlich wie bei Takamanda wieder Glasscheiben in den Kunstfelsen eingebaut. Weitere Taiga-Bewohner sind: Wisente (europäische Büffel), Nerze und Waschbären. Vom Baumhöhenpfad aus können Besucher in das Luchsgehege und die dortigen Adlerhorste blicken.
" In Taiga leben nur winterfeste Tiere, sodass auf energetische Aufwendungen verzichtet werden kann", sagt Busemann.
Während zuvor das Gelände rund um das Bärengehege zuzementiert war, soll nun mithilfe moderner Zooarchitektur Taiga naturidentisch gestaltet werden. Anders als bei Takamanda, wo erst in zwei Jahren Bäume und Sträucher gewachsen sein werden, stehen auf dem Taiga-Gelände bereits Bäume, sodass die neue Erlebniswelt direkt in den Buchenwald eingegliedert wird.
2, 7 Millionen Euro kostet die nordische Landschaft. Unterstützt wird der Zoo bei der Finanzierung durch die Sparkasse Osnabrück, die Stiftung der Sparkassen des Osnabrücker Landes und der Stadtwerke Osnabrück. Auch mit der Stadt gibt es eine Absprache: " Wir haben auf den laufenden Zuschuss zum Großteil verzichtet und dafür einen einmaligen Zuschuss bekommen", erläutert Busemann. Der größte Teil der Finanzierung wird jedoch über die Besuchereinnahmen ge stemmt.
Deutlich günstiger wird für den Osnabrücker Zoo die zweite Baustelle: der Affenfelsen. 400 000 Euro soll die Anlage nach dem Vorbild Angkor Wats, einer berühmten Tempelanlage in Kambodscha, kosten. Bis auf den Rohbau werden sämtliche Arbeiten von Mitarbeitern des Zoos übernommen. Deswegen wird der Bau weniger kostspielig, dauert dafür aber auch etwas länger. So können die Schweinsaffen, die derzeit im ehemaligen Schimpansengehege einquartiert sind, wohl erst Anfang 2012 in ihr neues Revier ziehen.

Bildtext:

Geschäftsführer Andreas Busemann und Lisa Simon vom Zoo Osnabrück werfen noch einen Blick in die Pläne

Fotos:

Elvira Parton
Autor:
Cornelia Laufer


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